Sony-Präsident: "Die meisten Menschen wissen gar nicht was ein Rootkit ist"

16. November 2005, 14:33
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Keine Einsicht bei Sony wegen kontroversen Kopierschutz

Trotz heftiger Kritik an Sonys Kopierschutz zeigt sich der Konzern alles andere als einsichtig.
So war bekannt geworden war, dass ein Kopierschutz bei Audios-CDs im Hintergrund Spionage-Software installiert und sogar Kontakt mit einem Sony-Server aufnimmt. Dabei versteckt sich die Software selbst, ein Verfahren das üblicherweise bei von Hackern verwendeten "Rootkits" zum Einsatz kommt.

Warum sollen sie sich darum kümmern

Zwar hat Sony BMG nach massiven Protesten eine Möglichkeit geboten, die Software vom Computer zu entfernen, schuldbewusst gibt man sich allerdings dennoch nicht. So sagt Thomas Hesse, Präsident Global Digital Business-Abteilung bei Sony BMG, in einem Interview: "Ich glaube die meisten Menschen wissen gar nicht was ein Rootkit ist, warum sollen sie sich also darum kümmern?"

Keine Informationen über das Userverhalten

Hesse bestätigt, dass die kontroverse Kopierschutztechnologie bei 20 CDs zum Einsatz kommt. Allerdings werden dabei keine Informationen über das Userverhalten gesammelt: "Es geht nur darum, die Möglichkeit MP3s zu brennen, einzuschränken".(red)

  • Thomas Hesse, Präsident  Global Digital Business-Abteilung bei Sony BMG, gibt sich alles andere als einsichtig: "Ich glaube die meisten Menschen wissen gar nicht was ein Rootkit ist, warum sollen sie sich also darum kümmern?"
    reuters/kimberly white

    Thomas Hesse, Präsident Global Digital Business-Abteilung bei Sony BMG, gibt sich alles andere als einsichtig: "Ich glaube die meisten Menschen wissen gar nicht was ein Rootkit ist, warum sollen sie sich also darum kümmern?"

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