Österreicher mehrheitlich gegen Privatisierung

29. November 2005, 13:00
6 Postings

Laut Studie sind 51 Prozent der Befragten gegen einen Verkauf an private Eigentümer und 44 Prozent mit den Leistungen "voll und ganz zufrieden"

Wien - Die Österreicher lehnen eine Privatisierung der Post offenabr mehrheitlich ab. 51 Prozent der Befragten seien gegen einen Verkauf an private Eigentümer, heißt es in einer am Mittwoch veröffentlichten Umfrage von Infoscreen und OGM. Leistung und Service der Post werden durchaus positiv bewertet: 44 Prozent sind damit "voll und ganz zufrieden", 29 Prozent "eher zufrieden".

Die von der Regierung für 2006 geplante Privatisierung der Post findet laut der Befragung derzeit nur wenig Befürworter. Lediglich 27 Prozent der Bevölkerung sprechen sich demnach dafür aus. Beinahe ebenso viele Österreicher - nämlich 22 Prozent - haben sich zu den Privatisierungsplänen noch keine Meinung gebildet. "Offensichtlich sind die Österreicher beim Verkauf von Staatsunternehmen grundsätzlich skeptisch", kommentiert OGM-Experte Peter Hajek.

Bewertung der Leistungen

Fast drei Viertel der Österreicher (73 Prozent) bewerten Leistung und Service der Post grundsätzlich positiv. 44 Prozent sind damit "voll und ganz zufrieden", 29 Prozent sind "eher zufrieden". Keine gute Meinung hat allerdings der Rest der Bevölkerung. 27 Prozent sind nämlich mit der Post nicht zufrieden.

Der Infoscreen-Monitor ist das Ergebnis einer Kooperation zwischen Infoscreen und dem Marktforschungsinstitut OGM. Die Ergebnisse basieren auf Telefoninterviews, die OGM mit 500 Österreicherinnen und Österreichern ab 18 Jahren am 7. November durchgeführt hat. Die maximale Schwankungsbreite liegt bei plus/minus 4,5 Prozent. (APA)

Share if you care.