Studie: Kaffee führt nicht zu Bluthochdruck

Redaktion, 16. November 2005, 12:21

Koffeinhaltiges Cola hingegen erhöht das Risiko - Daten von mehr als 155.000 Frauen ausgewertet

Wien/Boston - Kaffeetrinken ist zumindest bei Frauen nicht mit einem erhöhten Risiko für Bluthochdruck verbunden. Das zeigt eine groß angelegte Studie unter mehr als 155.000 Frauen, die der österreichische Mediziner Wolfgang Winkelmayer am Brigham and Womens Hospital der Harvard University in Boston durchgeführt hat und die in der neuen Ausgabe des "Journal of the American Medical Association" (JAMA) erscheint. Dagegen haben die Wissenschafter einen Zusammenhang zwischen dem Konsum von koffeinhaltigem Cola und einem erhöhten Bluthochdruck-Risiko festgestellt.

"Kaffee und koffeinhaltige Limonaden gehören zu den weltweit am meisten konsumierten Getränken. Jede gesundheitsschädliche Wirkung von Koffein hätte damit enorme Auswirkungen auf die Volksgesundheit, vor allem bei einer so schleichenden, aber extrem gefährlichen Erkrankung wie Bluthochdruck", erklärt Winkelmayer. Auf Grund der nun erhobenen Daten aus einer Zwölf-Jahres-Langzeitstudie über den Gesundheitsstatus von Krankenschwestern im Alter von 26 bis 71 Jahren könne mit dem Mythos aufgeräumt werden, dass häufiges Kaffeetrinken zu Bluthochdruck führt.

Koffeinhaltige Limonade ist riskanter

Deutlich habe sich dagegen ein Zusammenhang zwischen dem Konsum von koffeinhaltiger Limonade, sowohl gezuckert als auch in der Light-Form, und einem erhöhten Risiko für Bluthochdruck gezeigt. Jüngere Frauen (26 bis 46 Jahre), die vier oder mehr Gläser bzw. Dosen Cola pro Tag tranken, hatte ein um 28 Prozent erhöhtes Risiko als jene, die weniger als ein Glas zu sich nahmen. Bei Frauen zwischen 43 und 71 Jahren war das Risiko bei einem solch hohen Cola-Konsum sogar um 44 Prozent höher als bei Frauen gleichen Alters mit geringem Cola-Durst.

Deutlich besser, aber noch immer höher sehen die Werte bei Light-Cola aus: Bei der jüngeren Altersgruppe lag das Risiko jener Frauen, die mehr als vier Gläser zu sich nahmen, um 19 Prozent höher als bei jenen, die weniger als ein Glas tranken, in der Gruppe der älteren Studienteilnehmern um 16 Prozent.

"Erfreulich ist, dass Frauen aus Rücksicht auf ihren Blutdruck nicht auf ihren Morgen- oder Nachmittagskaffee verzichten müssen", betont Winkelmayer, der seit 1998 in Harvard arbeitet. Überraschenderweise habe sich aber Cola als hoher Risikofaktor herausgestellt, wobei der Wissenschafter noch keine biologische Erklärung dafür hat und deshalb auch noch keine diesbezüglichen Empfehlungen abgeben möchte.(APA)

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16 Postings
guten_morgen_land
 
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11.11.2005, 16:34
melatoninwerte halbiert


coffein wirkte sich aus auf die konzentration von melatonin im blut. die nächtlichen spitzenwerte werden durch coffein (cola, kaffee, schwarzer tee, grüner tee, red bull usw.) halbiert. die folge ist: geringere schlaftiefe.

Evelyne R.
00
10.11.2005, 12:30
Jetzt weiss ich endlich warum ich nach dem Kaffeetrinken immer müde werde

... das ist bitte nichts Neues, dass der Blutdruck durch Kaffee nicht in die Höhe geht. Da müsste man wahrscheinlich eine Salzlösung trinken um das zu bewirken.

warum soUnkritisch
00
10.11.2005, 13:11

stimmt nicht. es geht in dem artikel um krankhaften (d.h. dauerhaften) bluthochdruck.
nach ein oder mehreren kaffee's steigt der blutdruck sehr wohl. genauso wie er es bei körperlicher anstrengung tut.

guten_morgen_land
 
00
11.11.2005, 16:35

eben

ubu roi
00
9.11.2005, 20:58
kann das was damit zu tun haben, dass sich niemand zehn löffel zucker in den kaffee kippen würde?

Dagmar Rehak
 
00
10.11.2005, 03:57
Auchdenk.

Überkalorisierung will ja wieder abgebaut werden, daher dreht der Körper voll auf.

das unentbehrliche Handbuch
00
10.11.2005, 10:25
aber warum bringt auch das light-g´schlader den blutdruck rauf?

nur der zucker kann es nicht sein.

Dagmar Rehak
 
00
10.11.2005, 13:04

Vielleicht ist es nicht der Zucker, sondern irgendeine Säure im Cola, die mit Verbindung zu Koffein den Blutdruck in die Höhe treibt.

Andreas Hartl
00
11.11.2005, 00:36
Laut Rondo vom 28. 10.

(in dem diese Weisheit vom Bluthochdruck auch schon stand) gehört zu den Geschmacksträgern im Kaffee die Phosphorsäure, die ja auch im Cola zu finden ist. Mit der menschlichen Physiologie bin ich nicht sonderlich vertraut, aber eine Säure erscheint mir unwahrscheinlich.
Soweit ich weiss, ist Coffein durchaus blutdruckhebend, irgendeiner der anderen zig-tausend Kaffeeinhaltsstoffe könnte dafür ja blutdrucksenkend wirken.

SirGawain
00
12.11.2005, 13:19

Der Zucker ist gewiß ein Faktor, was ja auch die Studie zeigt: Cola Light führt seltener zu Bluthochdruck als die zuckerhaltige Cola.

Die anderen Faktoren:
Säuren können es nicht sein.
Aber es gibt noch viele andere Substanzen in Cola, u.a. diverse Konservierungs- und Aromastoffe. Zudem beinhaltet Cola sehr viel Phosphat.

Phosphat kann die Nieren belasten. Bei schwachen Nierenfunktion erhöht der Körper den Blutdruck um das Blut schneller zu reinigen. Ob Phosphat aber wirklich schuld für die bluthochdruckfördernde Wirkung von Cola ist, kann ich nicht sagen.

Ich trinke eh lieber Tee mit Vitamin C... das ist gesund und schmeckt auch lecker (jedenfalls mir). :)

peeperonata
00
9.11.2005, 15:03
zusammenhang übergewicht?

mich würde interessieren, ob die cola, aber auch die cola-light trinkerinnen einen höheren bmi als die untersuchten kaffeetrinkerinnen hatten.

Nussal
00
9.11.2005, 15:53

zur info: bluthochdruck haben auch schlanke bzw. normalgewichtige

ceep kool
00
9.11.2005, 17:19
außerdem ist die Formulierung

"...aber auch die cola-light trinkerinnen..." irreführend... es ist ja schließlich hinlänglich bekannt, daß die Süssstoffe in der Medizin als Appetitanreger verwendet werden...

gerade Light-Trinkerinnen sind zumeißt übergewichtig...

Grisu Drache
00
9.11.2005, 18:58

...wobei sich die berechtigte Frage stellt, ob das nicht schon die Ursache für Ihren Light Konsum ist.

orpheo di salina
00
10.11.2005, 09:12
wie sagt man so schön...

...ein circle vicieux (Teufelskreis)!

SirGawain
00
12.11.2005, 13:29

Bei Cola Light sollte man aufpassen.
Es gibt viele Süssstoffe:
Aspartam, Acesulfam-K, Natiumcyclamat, saccharin.

Natriumcyclamat und Saccharin stehen im verdacht Krebs zu verursachen. In manchen Ländern sind diese Stoffe schon verboten. So ist z.B: in den USA die Kombination von Natriumcyclamat und Saccharin verboten. In ungarn bekommen nur Diabetiker Saccharin und zwar unter ärztlicher Kontrolle.
In deutschland werden diese Süßstoffe nach Lust und Laune in diverse Cola- und Limogetränke geschüttet.

Aspartam ist scheinbar harmlos... sofern man an keiner angeborenen Phenylalaninunverträglichkeit leidet.
Acesulfam-K wird vom Körper unverarbeitet ausgeschieden... deshalb wohl harmlois.

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