Energieversorger EnBW mit starkem Gewinnsprung

21. November 2005, 12:59
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Periodenüberschuss legte auf 505 Mio. Euro zu - 5,83 Mrd. Euro Stromumsatz und 1,36 Mrd. Euro Gasumsatz - Weitere Entschuldung - Anteil an EVN soll von knapp 30 auf 33 Prozent steigen

Frankfurt - Deutschlands viertgrößter Energieversorger, die mit knapp 30 Prozent an der niederösterreichischen EVN beteiligte Energie Baden-Württemberg (EnBW), hat in den ersten neun Monaten von Kostensenkungen profitiert und seinen Gewinn mehr als verdoppelt.

Der Überschuss sei in dem Zeitraum von Jänner bis September im Vergleich zum Vorjahr um 167,1 Prozent auf 504,9 Mio. Euro gestiegen, teilte das Unternehmen am Mittwoch in Karlsruhe mit. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBT) kletterte um 78,2 Prozent 892,1 Mio. Euro. Dies sei das beste Neun-Monats-Ergebnis in der Firmengeschichte.

Das Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (EBITDA) wuchs um 11,8 Prozent auf 1,576 Mrd. Euro, das Ergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT) um 19,1 Prozent auf 1,052 Mrd. Euro.

Den Stromumsatz steigerte EnBW im Periodenvergleich um 12,6 Prozent auf 5,826 Mrd. Euro, der Gasumsatz legte sogar um 29,4 Prozent auf 1,360 Mrd. Euro zu. Der gesamte Außenumsatz wuchs um 14,6 Prozent auf 7,558 Mrd. Euro, geht aus der Aussendung des Unternehmens weiter hervor.

Kostensenkungsprogramm Top Fit

Einen wesentlichen Beitrag zur operativen Ertragsstärke des Konzerns habe das Kostensenkungsprogramm Top Fit geleistet. Bezogen auf das Gesamtjahr 2005 habe EnBW bereits Maßnahmen mit einer Ergebnisauswirkung von mehr als 800 Mio. Euro umgesetzt.

Der Operating Cashflow sank in den ersten neun Monaten im Periodenvergleich um 12,1 Prozent auf 1,235 Mrd. Euro. Grund dafür seien im wesentlichen Sondereffekte aus nicht fortzuführenden Aktivitäten, die diese Cashflow-Größe in den ersten drei Quartalen des Vorjahres positiv beeinflusst hätten.

In Folge des weiter sehr guten Operating Cashflow konnte EnBW laut eigenen Angaben in den ersten neun Monaten d.J. ihre Investitionen ins Anlagevermögen erhöhen und die Nettofinanzverschuldung des Konzerns von 3,939 Mrd. Euro auf 2,745 Mrd. Euro weiter deutlich senken. Die Eigenkapitalquote sei im Zeitraum Jänner bis September um 3,6 Prozentpunkte auf nunmehr 13,6 Prozent gestiegen.

An der niederösterreichischen EVN will EnBW mittelfristig mit 33 Prozent beteiligt sein, hatte Mitte Oktober ein Sprecher des deutschen Energiekonzerns bekräftigt. Damals hatte EnBW bekannt gegeben, den Anteil an der EVN von zuvor 13,2 Prozent auf "knapp 30 Prozent" aufgestockt zu haben. Bereits Mitte Mai d.J. hatte EnBW beim Wiener Kartellgericht den Erwerb von weiterer 16,48 Prozent an der EVN angemeldet.(APA/Reuters)

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