Großparteien verlieren in Wählergunst

13. November 2005, 11:15
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Umfrage der Illustrierten "Stern": FDP, Linkspartei und Grüne legen zu - Hohes Vertrauen in neuen SPD-Chef Platzeck

Hamburg - Nach den politischen Turbulenzen der letzten Woche in der SPD und der Union haben beide großen Parteien Deutschlands in der Wählergunst an Sympathien eingebüßt. In der wöchentlichen Politumfrage der Hamburger Illustrierten "stern" und des Fernsehsenders RTL fiel die SPD im Vergleich zur Vorwoche um zwei Prozentpunkte auf 32 Prozent, die Union verlor einen Punkt und erreicht nun 34 Prozent. Von den Verlusten der großen Parteien konnten die Kleinen profitieren: FDP, Linkspartei und Grüne legten je einen Punkt zu und kommen nun auf 12 (FDP) sowie jeweils 9 Prozent. Gestiegen ist auch die Zahl der unentschlossenen Wähler: 21 Prozent der Bürger wissen derzeit nicht, ob und wen sie wählen würden - 5 Punkte mehr als in der Vorwoche. "Sonstigen Parteien" würden unverändert 4 Prozent der Wähler ihre Stimme geben.

Dem künftigen SPD-Vorsitzenden Matthias Platzeck traut fast jeder Zweite zu, die Sozialdemokratie aus ihrer derzeitigen Krise zu führen. In einer stern-Umfrage sagten dies 47 Prozent der Bürger. 36 Prozent glauben, dass ihm dies nicht gelingen wird. 17 Prozent mochten keine Einschätzung abgeben. Dass nach der geplanten Wahl Platzecks auf dem SPD-Bundesparteitag in der nächsten Woche die Vorsitzenden der beiden großen Volksparteien aus Ostdeutschland kommen, ist für drei Viertel der Deutschen unerheblich. 73 Prozent erklärten, für sie spiele die Herkunft der führenden Politiker keine Rolle. 16 Prozent der Bürger finden es jedoch gut, dass die Parteichefs von SPD und Union aus dem Osten stammen, 11 Prozent halten es für schlecht. (APA)

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