Schüssel in Washington: USA und Europa müssen einander mehr zuhören

10. November 2005, 15:56
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Bundeskanzler bei "Der Klang des Atlantiks"-Konferenz - Orchesterprobe für das transatlantische Konzert

Washington - Bundeskanzler Wolfgang Schüssel hat am Dienstagabend bei einer Konferenz in Washington mit dem klingenden Titel "The Sound of the Atlantic - Transatlantic Strategies for the Future" die Eröfnungsrede gehalten. Schüssel wird bis Donnerstag auf Einladung der Bertelsmann-Stiftung an einem Gedankenaustausch mit Experten aus Wirtschaft, Politik und Medien teilnehmen.

In seiner Rede ortete der Bundeskanzler vielfältige "Verbesserungsmöglichkeiten" in den Beziehungen zwischen Europa und den USA. Gerade in den letzten Jahren seien "Missverständnisse offensichtlicher geworden", und jede Seite "unterschätze oft die inneren Schwierigkeiten der (jeweils) anderen Seite." Es sei wichtig, "einander mehr zuzuhören und gemeinsam an einem Strang zu ziehen."

Schüssel erwartet sich von der Tagung Impulse für die kommende österreichische EU-Präsidentschaft, für die, so Schüssel, rund 30 Treffen geplant seien. Der "Klang der atlantischen Beziehungen" solle, so Schüssel unter Anspielung auf den Titel der Konferenz, dann in den "Klang Europa"s" einfließen.

Vor seiner Heimreise am Donnerstag hat der Bundeskanzler noch einen Termin mit dem Direktor des Internationalen Währungsfonds, Rodrigo Rato. Weiters steht noch ein Besuch in der Library of Congress auf dem Besuchsprogamm. Der Bundeskanzler wird jedoch diesmal keinen US-Regierungsvertreter treffen. Eine weitere Reise des Kanzlers in die USA ist jedoch noch vor Beginn der österreichischen EU-Präsidentschaft im Jänner 2006 geplant. (APA)

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