ÖVAG holt sich ihre Geldspritze

21. November 2005, 13:20
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Beschluss fällt am 24. November - Investkredit-Integration auf Schiene

Wien – Exakt einen Monat vor Weihnachten, am 24. November, wird sich die Österreichsche Volksbanken AG (ÖVAG) von ihren Aktionären ihren sehnlichsten Wunsch erfüllen lassen. Für diesen Tag, 12 Uhr, ist eine außerordentliche Hauptversammlung der Bank angesetzt, die im vergangenen Sommer die Investkredit übernommen und dafür rund 840 Mio. Euro ausgegeben hat. Einziger Tagesordnungspunkt: die Beschlussfassung für eine kräftige Kapitalspritze.

Konkret soll das Grundkapital der Gesellschaft um 77 Mio. Euro auf 311 Mio. Euro (Nominale) aufgestockt werden, die Bank holt sich so in Summe 300 Mio. Euro. Ihre Eigentümer (58 Prozent halten die Volksbanken, 25 Prozent die deutsche DZ-Bank, zehn Prozent die Victoria-Gruppe und 6,1 Prozent die Raiffeisen Zentralbank) werden im Großen und Ganzen aliquot mitziehen; leichte Verschiebungen im Innenverhältnis der Volksbanken sind aber nicht ausgeschlossen.

Investkredit-integration läuft

Die Integration der Investkredit ist laut Beobachtern auf Schiene, noch heuer soll Investkredit-Chef Wilfried Stadler in den ÖVAG-Vorstand einziehen. Ruhig ist es um den Zankapfel, die NÖ-Hypo, geworden. ÖVAG-Chef Franz Pinkl wollte den Volksbankenanteil an der Hypobank an Raiffeisen verkaufen; Miteigentümer Land Niederösterreich hat seinen Versuch via Schiedsgerichtsklage gestoppt. Inzwischen wurden die Gerichtsverfahren ruhend gestellt. Die Idee dahinter, so ein Banker: "Man will Zeit vergehen lassen und das Thema dann in Ruhe neu aufrollen." (Renate Graber, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 9.11.2005)

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