Höherer Umsatz bei Magna Steyr

11. November 2005, 14:30
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Umsatzeinbruch bei Produktion ganzer Autos - Sanierungsprogramm bei Magna International, Österreich von Schließungen nicht betroffen

Aurora/Wien – Der Umsatz von Magna Steyr ist im vergangenen Quartal um neun Prozent auf 1,6 Mrd. Dollar gestiegen, der operative Gewinn (Ebit) hat doppelt so stark um 18 Prozent zugelegt.

Das Betriebsergebnis von Magna Steyr war von Juni bis September auf 60 von 51 Mio. Dollar gestiegen. Hauptgrund für die Steigerungen ist die im vergangenen Jahr erfolgte Akquisition des von DaimlerChrysler erworbenen großen Getriebeunternehmens New Venture Gear (NVG), aber auch eine Margenverbesserung durch den Produktionsstart für den Chrysler 300/300 C. Darüber hinaus werden niedrigere Planungs- und Engineering-Kosten als erwartet im Zusammenhang mit einem Großauftrag von General Motors (GM) angeführt.

Im Gesamtkonzern konnte im dritten Quartal der Umsatz um zwölf Prozent auf 5,38 Mrd. Dollar gesteigert werden, auch der (verwässerte) Gewinn pro Aktie lag mit 1,44 (1,37) Dollar über dem Wert des Vorjahres. Der Nettogewinn lag im Quartal mit 159 (132) Mio. Dollar ebenfalls über dem Vorjahreswert. In den ersten neun Monaten hat Magna International mit 16,96 Mrd. Dollar einen neuen Umsatzrekord verbucht, wird in der Aussendung betont. Der Gewinn pro Aktie stieg in den ersten neun Monaten geringfügig auf 5,16 (5,13) Dollar. Für das Gesamtjahr rechnet der Konzern mit einem Umsatz von 22,3 bis 22,9 Mrd. Dollar.

Umsatzeinbruch bei Produktion ganzer Autos

Die Magna Steyr Autoproduktion hat in den vergangenen Monaten "aus verrechnungstechnischen Gründen" einen 20-prozentigen Umsatzeinbruch bei der Produktion ganzer Autos hinnehmen müssen. Von Juli bis Ende September sind in Graz-Thondorf unter dem Strich zwar nur geringfügig weniger Autos hergestellt worden als in der Vergleichsperiode des Vorjahres, der damit erzielte Umsatz hat sich aber um 20 Prozent auf 879 Mio. Euro nach 1,1 Milliarden verringert.

Der Gesamtkonzern Magna International bereitet in seiner Quartalsaussendung die Investoren auf härtere Zeiten vor und kündigt rückläufige Gewinne 2005 und Sanierungsprogramme an. Im laufenden vierten Quartal werde die Gewinnrechnung durch Restrukturierungsmaßnahmen belastet werden, heißt es.

In der Aussendung werden auch Werkschließungen angekündigt. Der Konzern nehme derzeit einige Divisionen in Amerika und Europa unter die Lupe, schreibt Magna. Österreich ist allerdings von den Reststrukturierungsmaßnahmen nicht betroffen, sagte ein Sprecher von Magna zum STANDARD. (red, APA, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 9.11.2005)

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