Licona verpasst sich neue Kleider

14. November 2005, 20:24
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Wiener Traditions­unternehmen startet neu durch und will Marktführerschaft bei Herren-Oberbekleidung in Österreich weiter ausbauen - Teilfirma stellt Insolvenzantrag

Wien - Das 1928 gegründete Wiener Traditionsunternehmen Licona startet neu durch und will die Marktführerschaft bei Herren-Oberbekleidung in Österreich weiter ausbauen. Zudem wird eine Exportoffensive gestartet. Eines der vier operativen Unternehmen der Licona-Gruppe, die Licona Fashion GmbH & Co KG, hat heute, Dienstag, aber beim Handelsgericht Wien Insolvenzantrag gestellt, teilte Licona mit.

In der Licona Fashion GmbH war früher die Produktion angesiedelt, die mittlerweile in CEE-Länder ausgelagert worden sei, hieß es auf Anfrage der APA. Im Insolvenzantrag stehen Passiva in der Höhe von 9,6 Mio. Euro Aktiva von 7,1 Mio. Euro gegenüber. Vorbehaltlich der Zustimmung des Masseverwalters soll das Unternehmen nach dem angestrebten Zwangsausgleich wie bisher weitergeführt werden, daher seien keine Arbeitsplätze gefährdet, wurde betont. Die Licona Fashion GmbH & Co KG beschäftigt 48 Mitarbeiter.

Restrukturierung

"Auf Grund verschiedener Restrukturierungsmaßnahmen in den vergangenen Jahren, u.a. die kostenintensive Verlagerung der Produktion in CEE Länder und Investitionen in ein modernes Warenwirtschaftssystem sowie in das neue Licona-Shop-Konzept sehen wir uns gezwungen, diesen Schritt zu setzen", heißt es aus der Geschäftsführung der Licona-Gruppe.

Die Licona Retail GmbH, zu der die Licona Flagship Stores (SCS, Donauzentrum, Shopping City Nord und Shopping Center Graz Seiersberg) sowie zwei Factory Outlets im Freeport Outlet Center und im Designer Outlet Center in Parndorf gehören, ist den Angaben zufolge von der Insolvenz nicht betroffen.

Die Licona Unternehmensgruppe hat im abgelaufenen Geschäftsjahr 2004 einen Umsatz von 12 Mio. Euro erwirtschaftet.

Neupositionierung

Mit einem neuen Design-Team soll nun die Marke Licona relauncht und neu positioniert werden. Ziel sei es, die Exportquote von derzeit 42 auf mehr als 50 Prozent im nächsten Jahr zu erhöhen. In Österreich soll das Shop-in-Shop-Konzept fortgesetzt werden und die Zahl der Outlets von derzeit fünf in zwei bis drei Jahren auf acht bis zehn steigen. (APA)

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    foto: licona
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