Haider kontert: Saison 2006 mit "Sensationsprogramm" gesichert

8. November 2005, 15:11
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Landeshauptmann und Strutz würden jeweils 300.000 Euro aus ihren Ressorts zur Verfügung stellen, dafür brauche es keinen Regierungsbeschluss

Klagenfurt - Der Kärntner Landeshauptmann Jörg Haider (B) hat am Dienstag die Forderung von Koalitionspartner SPÖ nach einem "Aus" für die Wörtherseebühne zurückgewiesen. Die Seebühne werde weiter bespielt, für 2006 gebe es ein "Sensationsprogramm", betonte Haider vor Journalisten in Klagenfurt.

Haider und Strutz fördern aus eigenen Ressort-Töpfen

Haider wies darauf hin, dass Kulturreferent LHStv. Martin Strutz (B) von der Landesregierung einstimmig ermächtigt worden sei, Gespräche über die Spielsaison 2006 zu führen. Deren Ergebnis sei - wohl auf Grund des damals unmittelbar bevorstehenden Parteitags der Kärntner SPÖ - dann von den Sozialdemokraten aber nicht akzeptiert worden. Er selbst und Strutz würden jeweils 300.000 Euro aus ihren Ressorts an Förderungen zur Verfügung stellen, dafür brauche es keinen Regierungsbeschluss, unterstrich Haider.

Haider zur SPÖ: "Der Parteitag ist vorüber"

Er forderte die SPÖ auf, zur Tagesordnung zurückzukehren: "Der Parteitag ist vorüber, die SPÖ soll an ihrer Einigung arbeiten." Kritik übte Haider an der Art der Vorwürfe, die der Seebühne gegenüber geäußert würden, es hätte nur eine "schwierige Saison" gegeben, nämlich die des Jahres 2004. "Es wird mit gezinkten Karten gespielt", sagte der Landeshauptmann. Denn wenn man schon fordere, dass es keine Förderung kultureller Aktivitäten mehr geben solle, dann müsse dies auch für das Stadttheater Klagenfurt gelten. Dort werde jeder Sitz mit 115 Euro subventioniert, bei der Seebühne seien es 7,5 Euro. (APA)

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