Gewerkschaft: Frischer Wind für KV-Verhandlungen

21. Dezember 2005, 12:22
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Neuer Spielraum für Rektoren - Lob von BZÖ, Wirtschaft und Industrie

Wien - "Frischen Wind für die Kollektivvertragsverhandlungen" ortet die Hochschullehrer-Gewerkschaft durch die Budgeteinigung für die Universitäten, die von den Personalvertretern begrüßt wird. Nach Ansicht des Vorsitzenden der Gewerkschaft, Richard Kdolsky, gibt vor allem das zusätzliche Paket zur Sanierung der desolaten Uni-Gebäude den Rektoren neuen Spielraum bei den KV-Verhandlungen, um mit den Hochschullehrern im neuen Angestelltenrecht "auch entsprechende finanziell und vertraglich attraktive Arbeitsverträge abschließen zu können", so Kdolsky gegenüber der APA.

Die KV-Verhandlungen waren jüngst ins Stocken geraten. Die Dienstgeberseite, der Dachverband der österreichischen Universitäten, hat der Gewerkschaft vorgeworfen, die Verhandlungen unvermittelt unterbrochen zu haben. Diese Darstellung wies die Personalvertretung zurück und bezeichnete den vom Dachverband vorgelegten KV-Entwurf als ungenügend, weshalb sie derzeit einen eigenen Entwurf ausarbeitet.

Schritt Richtung internationaler Wettbewerbsfähigkeit

Als "echten Innovationsschub und eine spürbare Verbesserung gegenüber dem Status quo" bezeichnete die Wissenschaftssprecherin des Freiheitlichen Parlamentsklubs, Magda Bleckmann, die Budgeterhöhung. Die Universitäten erhielten damit die Möglichkeit, offensiv für die nächsten Jahre zu planen. Hier sei ein Schritt in Richtung internationaler Wettbewerbsfähigkeit gemacht worden, so Bleckmann in einer Aussendung.

Begrüßt wird das Budgetpaket auch von der Industriellenvereinigung (IV) und der Wirtschaftskammer (WKÖ). Allerdings sei dieser große "Finanzwurf für die Universitäten Aufgabe und Verpflichtung zugleich: Das Universitätsgesetz 2002 ist umzusetzen und die Autonomie für eine Exzellenzstrategie zu nutzen", so der Bereichsleiter Bildung, Innovation und Forschung in der IV, Gerhard Riemer. Für WKÖ-Chef Christoph Leitl bedeutet mehr Geld für die Unis "Sicherstellung und 'Upgrading' von Bildungs- und Forschungsleistungen in Österreich". (APA)

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