Prozess gegen Ex-Ingenieure Ferraris

16. November 2005, 16:14
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Wegen Spionageverdacht - Verfahrensbeginn am 28. April 2006

Modena - Ein Untersuchungsrichter der italienischen Stadt Modena, Alberto Ziroldi, hat beschlossen, dass sich zwei Ex-Ingenieure das Formel 1-Teams Ferrari wegen industrieller Spionage vor Gericht verantworten müssen. Der Prozess wird am 28. April 2006 beginnen, berichtete die italienische Sporttageszeitung "Gazzetta dello Sport" am Dienstag. Den beiden Ex-Ferrari-Mitarbeitern, Angelo Santini und Mauro Iacconi, wird illegale Nutzung von Ferrari-Daten vorgeworfen.

Die beiden Ingenieure wurden jedoch vom Vorwurf entlastet, illegal in das Informatiksystem Ferraris eingedrungen zu sein und unerlaubt Computerfiles und Programme übernommen zu haben. Die Rechtsanwälte der Angeklagten behaupten, dass die Informationen, über die ihre Mandanten verfügten, in der Branche allgemein bekannt waren.

Im April 2003 hatte Ferrari-Teamchef Jean Todt in Modena Anzeige wegen Industriespionage gestellt. Die Ermittlungen der Polizei konzentrierten sich auf einige Techniker, die von Ferrari zu Toyota gewechselt waren. Am 30. November 2003 hatte die Kölner Polizei die Privat-Wohnungen ehemaliger Ferrari-Mitarbeiter sowie deren Büros beim Toyota-Rennstall in Köln durchsucht. Toyota hatte jegliche Verwicklung in einen Spionagefall stets von sich gewiesen.(APA)

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