Verkehrsemissionen verursachen laut VCÖ jährlich rund 2.400 Tote

29. November 2005, 13:26
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Ausstoß von rund 8.900 Tonnen Feinstaub und 141.000 Tonnen Stickoxiden im Jahr 2004 - Kritik an IG-Luft-Novelle

Wien - Jährlich mehr als 2.400 Todesfälle verursacht der Schadstoffausstoß des Verkehrs in Österreich. Das errechnete der Verkehrsclub Österreich (VCÖ) anhand von Daten von EU, WHO und Umweltbundesamt. 2004 habe der Verkehr rund 8.900 Tonnen Feinstaub und 141.000 Tonnen der Ozonvorläufersubstanz Stickoxide verursacht. Kritik übte der VCÖ am Dienstag an der Novelle zum Immissionsschutzgesetz Luft (IG-Luft).

Laut VCÖ hat die Belastung durch Feinstaubemissionen im vergangenen Jahrzehnt konstant zugenommen. Im Jahr 1990 habe der Verkehr rund 6.100 Tonnen Feinstaub verursacht, im Jahr 2004 waren es bereits 8.900 Tonnen. Die Stickoxid-Emissionen des Verkehrs sind seit dem Jahr 1990 um 37 Prozent von 103.000 Tonnen auf 141.000 Tonnen gestiegen. Die Einsparungen durch Verbesserungen bei den Motoren würden durch das erhöhte Verkehrsaufkommen wieder zunichte gemacht.

Der Club sprach sich gegen die Novelle zum Immissionsschutzgesetzes in der geplanten Form aus. Konkret stößt man sich daran, dass der Verkehrsminister nach der Änderung des Gesetzes die Tempolimits, die die Länder zur Bekämpfung der Feinstaubemissionen verhängen, nach drei Monaten aufheben kann. (APA)

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