Universität Salzburg eröffnete neues Forschungszentrum

8. November 2005, 12:30
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Biowissenschaften und Gesundheit als Schwerpunkt - Grundlagenforschung im Kampf gegen Krebs, Autoimmunerkrankungen und Allergien

Salzburg - Die Universität Salzburg hat am Dienstag ihr neues Forschungszentrum für Biowissenschaften und Gesundheit eröffnet. Die Wissenschafter, die an diesem neuen Standort der naturwissenschaftlichen Fakultät tätig sind, befassen sich unter anderem mit Grundlagenforschung im Kampf gegen Krebs, bakteriellen Infektionen, Autoimmunerkrankungen oder Allergien.

Mit Unterstützung des Landes Salzburg hat die Universität das ehemalige Gebäude der Akademie der Wissenschaften um 3,8 Millionen Euro gekauft und adaptiert. Es beherbergt wichtige Bereiche des universitären Schwerpunkts "Biowissenschaften und Gesundheit": Zwei international renommierte Professoren konnten für das neue Forschungszentrum an die Universität Salzburg berufen werden: der Strukturbiologe Johann Brandstetter und Robert Schwarzenbacher, ein Experte für Protein-Engineering.

Grundlagenarbeit in der Krebsforschung

Mit Grundlagenarbeit für die Krebsforschung befasst sich Brandstetter mit seiner Gruppe: Es geht darum, mittels experimenteller und rechnergestützter Verfahren die atomare Architektur von Proteinen aufzuklären, die eine Schlüsselrolle bei Erkrankungen wie Krebs spielen. Brandstetter arbeitet dabei mit der Methode der Röntgenkristallographie, die eine genaue Bestimmung des atomaren Bauplans ermöglicht. Anhand dieser Strukturen können gezielt neue Wirkstoffe für Medikamente entworfen werden.

Schwarzenbacher arbeitet mit seinem Team an den molekularen Grundlagen des Lebens und der funktionellen Charakterisierung von Proteinen. Die Salzburger Forscher wollen unter anderem Mechanismen von Entzündungsprozessen und ihre Rolle bei Autoimmunerkrankungen aufklären. Zusammengearbeitet wird außerdem mit den Arbeitsgruppen Allergie und Genomik der Universität.

Im Haus in der Billrothstraße sind außerdem Forschungslabors der medizinischen Privatuniversität sowie ein Start-Up-Unternehmen untergebracht. Albert Duschl, Vizerektor für Forschung, sieht durch die Bündelung von Kompetenz an diesem Standort wichtige Synergieeffekte und eine große Chance für die Salzburger Forschungslandschaft. (APA)

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