WissenschaftlerInnen scheitern (nicht)

8. November 2005, 12:27
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Im Rahmen der Seminarreihe "Psyche und Soma - Subjekte des Politischen" des Instituts für Wissenschaft und Kunst (IWK) findet folgender Vortrag statt:

Mittwoch, 16. November 2005, 18.30 Uhr.
Dr. Nikola Langreiter (Wien): WissenschaftlerInnen scheitern (nicht)

Inhalt: "Wenn KulturwissenschaftlerInnen von ihrer (Berufs-)Biografie erzählen, dann präsentieren sie Erfolgsgeschichten, die sich vor allem individuellen Leistungen verdanken. Von Scheitern ist kaum die Rede. Lässt das Konzept, das eine gelungene Biografie in diesem Milieu mit einem sukzessiven Aufstieg im akademischen Betrieb gleichsetzt, Alternativen zu oder werden diese schon als Scheitern bewertet? Wenn Erfolg in der Wissenschaft als individuelle Leistung gilt, inwieweit ist dann analog dazu ein Abweichen von dem, was als erfolgreich definiert wird, ein individuelles Versagen?

Wo, wann und von wem werden biografische Bezüge zu Strukturkategorien gesellschaftlicher Praxis (Gender, soziale und regionale Herkunft, Alter etc.) hergestellt? Auf Basis von Interviews mit KulturwissenschaftlerInnen wird gefragt, ob Frauen und Männer ähnlich oder völlig anders über Erfolg und Scheitern in der Wissenschaft sprechen."

Biografie

Langreiter, Nikola: Lehrbeauftragte am Institut für Europäische Ethnologie in Wien, freiberufliche Kulturwissenschaftlerin, Mitarbeit an mehreren Forschungsprojekten. Publikationen u. a.: Einstellungssache. Alltagsstrategien und -praktiken von Tiroler Gastwirtinnen (2004); gem. mit Margareth Lanzinger (Hg.): Kontinuität: Wandel. Kulturwissenschaftliche Untersuchungen über ein schwieriges Verhältnis (2002)

Konzept und Organisation: DDr. Ulrike Kadi / Mag.Dr. Gerhard Unterthurner
(red)

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