China dämpft Erwartungen für neue Atomgespräche

10. November 2005, 14:00
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Vor Beginn neuer Sechser-Runde am Mittwoch

Peking - China hat die Erwartungen im Hinblick auf die neuen Verhandlungen über ein Ende des von Nordkorea betriebenen Atomprogramms gedämpft. Die an diesem Mittwoch beginnenden Gespräche werden voraussichtlich auch nur drei Tage dauern, was aus chinesischer Sicht "für diese Phase angemessen ist", wie der Sprecher des Außenministeriums, Liu Jianchao, am Dienstag vor Journalisten sagte. Weitere Gespräche sollen möglichst noch in diesem Jahr folgen.

Vor Beginn der fünften Runde der Sechs-Länder-Gespräche im chinesischen Staatsgästehaus trafen am Dienstag bereits die Delegationen beider koreanischer Staaten zusammen. An den Verhandlungen nehmen neben Nord- und Südkorea auch die USA, Japan und Russland teil. Es geht um die Verwirklichung der gemeinsamen Erklärung vom September, in der Nordkorea zumindest grundsätzlich seine Bereitschaft zur Beseitigung seines Atomwaffenprogramms zugesagt hatte.

Streit gibt es aber schon über die nordkoreanische Forderung nach Lieferung eines Leichtwasserreaktors, die die USA ablehnen, sowie die einzelnen Phasen bei einer Realisierung der Vereinbarung, die Wirtschafts- und Energiehilfen für das verarmte stalinistische Land in Aussicht stellt. Es geht ferner um die Offenlegung des Atomprogramms. Nordkorea bestreitet die Existenz eines Urananreicherungsprogramms, das es nach amerikanischer Überzeugung aber besitzt. (APA/dpa)

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