Präsidentschaftswahl geht in entscheidende Runde

8. November 2005, 15:42
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Tausende Wahlbeobachter im Einsatz

Monrovia/Nairobi - Die ersten von etwa 1,3 Millionen Wahlberechtigte haben am Dienstag in Liberia ihre Stimme in der zweiten Runde der Präsidentschaftswahl abgegeben. Der 39-jährige Ex-Fußballstar George Weah tritt gegen die 66 Jahre alte Weltbankexpertin Ellen Johnson-Sirleaf an. Es ist die erste Wahl seit Ende des Bürgerkriegs in dem westafrikanischen Staat vor zwei Jahren.

Tausende Wahlbeobachter sind im Einsatz. Der Wahlkampf verlief ohne größere Zwischenfälle. Auf Grund heftiger Regenfälle wird mit einer geringeren Wahlbeteiligung gerechnet. In der ersten Runde kam Weah auf etwa 30 Prozent der Stimmen und Johnson-Sirleaf auf 20 Prozent.

Das Land erholt sich nur langsam von dem 14 Jahre andauernden Krieg. Der frühere Präsident Charles Taylor wird als Kriegsverbrecher mit internationalem Haftbefehl gesucht. Er lebt in Nigeria im Exil. Weah war 1995 Weltfußballer des Jahres. Er kann vor allem auf die Stimmen der zahlreichen jungen Wähler zählen. Sirleaf-Johnson wurde in Harvard ausgebildet und war früher bereits Ministerin. Wenn sie gewinnt, wäre sie die erste gewählte Präsidentin eines afrikanischen Staates. (APA/dpa)

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