Gewinnsprung bei Böhler-Uddeholm

14. November 2005, 20:23
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Umsatz nach neun Monaten um 34 Prozent höher - Positive Effekte durch Villares Metals und Buderus - Ziele für 2005 bekräftigt

Wien - Der börsenotierte Edelstahlerzeuger Böhler-Uddeholm hat in den ersten drei Quartalen 2005 sowohl beim Umsatz als auch beim Ergebnis wie erwartet einen mächtigen Sprung vorwärts gemacht. Seine Erwartungen für das Gesamtjahr hat der Wiener Großkonzern am Dienstag bekräftigt: Der Betriebsgewinn (Ebit) soll von 191,9 auf 280 Mio. Euro zulegen, der Umsatz von 1,9 auf 2,5 Milliarden. Für das Unternehmen wäre dies das zweite Rekordjahr in Folge.

Mit 241,8 Mio. Euro fiel der operative Gewinn nach den ersten neun Monaten um 80 Prozent höher aus als im gleichen Vorjahreszeitraum mit damals 134,3 Millionen. Der Umsatz wuchs um 34 Prozent von 1,411 auf 1,889 Mrd. Euro. Das Vorsteuerergebnis (EGT) konnte von 110,3 auf 221,1 Mio. Euro verdoppelt werden. Nach Steuern verdiente Böhler-Uddeholm 159,2 Mio. Euro, das waren um 122 Prozent mehr als in der Vorjahresperiode (71,7 Mio. Euro).

Rückenwind

Starken Rückenwind erhielt Böhler-Uddeholm in den ersten drei Quartalen nicht nur von einer guten Edelstahlnachfrage. Auch die bisher größte Akquisition des Unternehmens, der im Sommer zugekaufte deutsche Konkurrent Buderus Edelstahl, dessen Zahlen seit 1. Juli in die Konzernbilanz einfließen, hat das Ergebnis aufgefettet.

Ein weiterer positiver Effekt: Die Ergebnisse der brasilianischen Villares Metals, die im Frühjahr 2004 übernommen wurde, waren im ersten Quartal 2004 noch nicht im Zahlenwerk von Böhler-Uddeholm enthalten.

Weiterhin gut gefüllt ist der Auftragspolster des Werkzeugstahl-Weltmarktführers. Der Auftragseingang stieg in den ersten drei Quartalen um 29 Prozent von 1,216 auf 1,566 Mrd. Euro. Der Auftragsstand lag per Ende September 2005 mit 764,2 (nach 464,1) Mio. Euro um 65 Prozent höher.

Mehr Mitarbeiter

Böhler-Uddeholm beschäftigte im Berichtszeitraum weltweit 13.864 Mitarbeiter, das waren primär akquisitionsbedingt um 17 Prozent mehr als im Vorjahr.

Der Konzern, seit Herbst 2003 voll privatisiert (Kernaktionär ist die österreichische Fries-Gruppe mit 21 Prozent), ist in vier Geschäftssparten tätig: Langprodukte (High Performance Metals), Schweißtechnik (Welding Consumables), Bandprodukte (Precision Strip) und Schmiedetechnik (Special Forgings). (APA)

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