Andritz vor weiterem Rekordjahr

14. November 2005, 20:23
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Betriebserfolg nach neun Monaten knapp 39 Prozent höher - Auftragsstand auf historischem Höchstwert

Wien - Der börsenotierte Grazer Anlagenbauer Andritz hat in den ersten drei Quartalen 2005 Umsatz und Gewinn kräftig gesteigert. Für das Gesamtjahr bestätigte der Vorstand am Dienstag seine bisherige Ergebnisprognose. Demnach wird ein Anstieg des Umsatzes um rund 20 Prozent und des Jahresüberschusses um rund 35 Prozent gegenüber dem Vorjahr erwartet, teilte Andritz in einer Ad-hoc-Information mit. Ein weiteres Rekordjahr winkt.

"Die Dividende für 2005 soll mindestens in ähnlichem Ausmaß wie der erwartete Zuwachs beim Jahresüberschuss angehoben werden, was einer Ausschüttungsquote von rund 35 Prozent entspricht", kündigte Andritz-Boss Wolfgang Leitner an. "Mittelfristig ist - im Sinne einer noch stärker anlegerorientierten Dividendenpolitik - eine schrittweise Erhöhung der Ausschüttungsquote auf 40 Prozent geplant."

Nach den ersten neun Monaten lag der Konzernumsatz bei 1,204 Mrd. Euro und damit um 12,5 Prozent über dem Vorjahreswert von 1,070 Mrd. Euro. Das Betriebsergebnis (Ebit) verbesserte sich auf Grund der verpflichtenden Anwendung des Rechnungslegungsstandards IFRS 3, der die Abschreibung des Firmenwerts ab 2005 verbietet, überproportional um 38,9 Prozent von 52,4 auf 72,8 Mio. Euro, das Ergebnis vor Ertragssteuern um 42,8 Prozent von 52,6 auf 75,1 Mio. Euro. Nach Minderheiten wies das steirische Unternehmen einen Jahresüberschuss von 56,8 (nach 37,7) Mio. Euro aus, ein Plus von 50,7 Prozent.

Der Auftragseingang legte in den ersten drei Quartalen 2005 um 31,0 Prozent von 1,069 auf 1,400 Mrd. Euro zu. Der Auftragsstand, der per Ende September auf Rekordniveau lag, betrug 1,668 (nach 1,081) Mrd. Euro. Damit verfügt die Andritz-Gruppe, die zuletzt 5.905 Mitarbeiter beschäftigte, über eine "gute Visibilität in Bezug auf die Umsatzentwicklung in den kommenden Monaten", wie es hieß.

Für 2006 ist Andritz-Chef Leitner optimistisch: "Basierend auf den Einschätzungen der Wirtschaftsforscher, die in den kommenden Quartalen mit einer Fortsetzung des globalen Wirtschaftswachstums rechnen, erwarten wir eine zufrieden stellende Projektaktivität in allen unseren Geschäftsbereichen. In Anbetracht dieser positiven Rahmenbedingungen sowie des derzeitigen hohen Auftragsstands der Gruppe blicken wir mit Zuversicht ins neue Jahr." (APA)

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