Mändli zum zweiten Mal GP-Sieger

11. November 2005, 16:31
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Frühmann als einziger Österreicher im Stechen Sechster - Favorit Sloothaak und Simon im Grundparcours out

Wien - Der Sieger des Mercedes-Grand-Prix beim 20. "Fest der Pferde" in der Wiener Stadthalle heißt wie 2002 Beat Mändli. Der Schweizer setzte sich im Stechen mit acht Reitern auf Ideo du Thot in fehlerfreien 37,27 Sekunden durch. Mändli freute sich über die Schlüssel für einen Mercedes der neuen B-Klasse im Wert von 28.000 Euro. Insgesamt war es der dritte Schweizer GP-Sieg in Wien.

Auf den Plätzen landeten überraschend die Brasilianerin Luciana Diniz auf Dover, nur 68/100 Sekunden hinter dem Schweizer, sowie der Sohn von Reitlegende John Whitatker, Robert auf Ublesco (0/39,10). "Ich hatte Glück, dass ich als Letzter ins Stechen gehen konnte. Außerdem habe ich Luciana gesehen und damit ungefährt gewusst, wie es geht", lautete der erste Kommentar von Mändli. "Mir bedeutet dieser Sieg sehr viel, weil Wien eines meiner Lieblingsturniere ist."

Für Österreichs große Hoffnung, den wieder erstarkten Thomas Frühmann auf seinem Top-Pferd The Sixth Sense, reichte es nicht zum Sieg. Der einzige rot-weiß-rote Vertreter im Stechen landete nach einem Abwurf auf dem sechsten Rang. Im Vorjahr war er Fünfter geworden. "Ich bin enttäuscht, denn am Fehler bin ich zu 100 Prozent selbst schuld gewesen. Ich war mit der Hand zu stark, da macht das beste Pferde einen Fehler", meinte Frühmann selbstkritisch.

Für den zweifachen GP-Sieger Franke Sloothaak wurde es nichts aus dem erhofften Wien-Hattrick: Der Deutsche, der auch als Favorit in den Bewerb gegangen war, und sein zehnjähriger Wallach Legurio warfen eingangs der Zweier-Kombination und waren damit aus dem Rennen.

U.a. ebenfalls bereits im Grundparcours gescheitert ist Hugo Simon. Der dreifache GP-Sieger von Wien und Vorjahrs-Zweite verzeichnete auf Conquest of Paradiso zwei Abwürfe. Der 63-jährige Österreicher bestätigte aber im Anschluss, dass er auch im Jahr 2006 beim 21. Fest der Pferde wieder dabei sein wird. "Wenn ich in Schuss bin und gesund bleibe."

Auch Heinrich-Wilhelm Johannsmann (GER) schied auf Gralshüter mit zwei Abwürfen aus und dies bedeutete das Ende seiner aktiven Zeit in Wien. Der 53-jährige Sieger des Wiener Spring-Derbys vom vergangenen Samstag beendet Ende des Jahres seine Karriere, die ihm u.a. mit EM-Silber mit der Mannschaft (1979) und zahlreichen Siegen bei großen Preisen versüßt wurde.(APA)

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