FFG startet Offensive für mehr Frauen in Forschung

7. November 2005, 19:52
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Forschungsförderungsgesellschaft will Frauenförderungs- und Genderprogramme "substanziell ausbauen"

Wien - Die am Montag lancierte Petition für mehr Frauen in der Forschung ist - zumindest bei der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) - rasch auf fruchtbaren Boden gefallen. Wie die FFG Montag Abend in einer Aussendung mitteilte, startet sie im Auftrag von Infrastruktur- und Wirtschaftsministerium eine Offensive für mehr Frauen in Forschung und Technologie und will ihre Frauenförderungs- und Genderprogramme in den kommenden Monaten "substanziell ausbauen".

Spitzenforschung männerdominiert

Trotz zunehmender frauenspezifischer Projekte in immer mehr Unternehmen sei die Spitzenforschung, insbesondere in der Kooperation Wissenschaft-Wirtschaft, von Männern dominiert. Nicht nur die Forschenden selbst, sondern auch Management und Aufsichtsräte seien überwiegend männlich. "Dies legt den Schluss nahe, dass Rahmenbedingungen, Auswahlprozesse und inhaltliche Schwerpunkte in der Forschung eine 'Gender-Bias' konstruieren", heißt es in der FFG-Aussendung.

"Contact point" für Forscherinnen

Aus diesem Grund will die FFG noch in diesem Jahr nach dem Motto "Mehr Personal - mehr Programm" ihr Personal im Bereich Frauenförderungs- und Genderprogramme von zwei auf vier Personen verdoppeln. Im Frauenförderungsprogramm "w-fForte" des Wirtschaftsministeriums sind ab 2006 zahlreiche Unterstützungs- und Sensibilisierungsmaßnahmen auf Seiten der Wirtschaft und Technologiepolitik geplant. Im geplanten "Haus der Forschung", wohin die FFG und andere Forschungsfördereinrichtungen im kommenden Jahr übersiedeln sollen, ist ein "Contact Point" für Forscherinnen und Technikerinnen geplant. Schließlich soll "Gender Mainstreaming" als Querschnittsmaterie über das gesamte FFG-Programmportfolio gelegt werden. Hingewiesen wird auch auf die geplanten neuen Spitzenforschungszentren unter Frauenleitung, die "Laura Bassi Centers". (APA)

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