Immer mehr männliche Londoner Yuppies legen sich unters Messer

11. November 2005, 15:13
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Schönheits-OPs bei "Golden Boys" schwer im Kommen

London - Dicke Autos und teure Anzüge reichen den "Golden Boys" in der Londoner City nicht mehr, um sich rundum attraktiv zu fühlen. Bei den gut verdienenden Managern und Bänkern sind Schönheits-Operationen schwer im Kommen, wie aus den am Montag veröffentlichten Zahlen einer darauf spezialisierten Klinikgruppe hervorgeht. Die Nachfrage nach Fettabsaugen, Nasenverschönerungen oder Collagenspritzen gegen Falten stieg im Vergleich zum vergangenen Jahr in diesem Oktober um 40 Prozent, wie die Harvey Medical Group mitteilte.

Offenbar sei der Ansturm auch auf Grund der ungewöhnlich hohen Prämien, die die Großbanken dieses Jahr zahlten, so groß gewesen, vermutete die Klinikgruppe. Zudem gebe es eine Tendenz, das Geld eher im Kampf gegen das Altern als etwa für Luxusautos auszugeben. Die meisten männlichen Patienten seien ihren Bierbauch leid, fühlten sich aber unwohl im Fitness-Studio und wollten daher lieber gleich operiert werden, sagte Tammy Campbell, Leiterin einer Klinik in der City. Einmal Fettabsaugen ist dort ab 2.800 Pfund (rund 4.100 Euro) zu haben, eine Nasen-OP kostet mindestens 3.800 Pfund (5.600 Euro). Zu der Kette gehören elf Kliniken für Schönheitschirurgie, von denen sich zwei im Zentrum von London befinden. (APA/AFP)

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