Dachgleiche vor dem Winterbeginn

21. November 2005, 11:50
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Der "Eispalast" im Museumsquartier öffnet am 17. November seine Pforten

Natürlich hätte da ein Baum auf das Gebälk gehört. Schließlich ist das bei Dachgleichen Brauch. Andererseits wäre so ein Bäumchen auf dem lindgrünen Kubus im Haupthof des Museumsquartiers vielleicht falsch verstanden worden: Als Übergreifen des immer früher einsetzenden Weihnachtstrubels von der benachbarten Mariahilfer Straße auf den MQ-Innenhof. Und so begingen MQ-Chef Wolfgang Waldner seine Prokuristin Daniela Enzi und die Architekten Anna Popelka und Georg Poduschka (PPAG) die Dachgleiche ihres "Winterpalastes" eben baumlos:

Der Palast - errichtet aus den im Sommer als Knotz- und Liegelandschaft für das Quartierbild schon prägenden Dingsbums-förmigen Möbeln von PPAG - wird am 17. November seine Pforten öffnen. Und zwar als von allen Gastronomen des Quartieres gemeinsam bespielte, 140 Quadratmeter große Punschhalle. Dass ihre - aus längst legendenumrankten, also nicht mehr nachvollziehbaren Gründen nach Daniela Enzi benamsten - Möbel jetzt zum "Enzidrome" zusammengerückt sind, markiert im Übrigen nicht das Ende der Gestaltungsmöglichkeiten: Die kürzlich mit dem österreichischen Staatspreis für Design ausgezeichneten "Enzis" lassen sich noch zu etlichen Formen zusammenstellen - vielleicht ja irgendwann einmal sogar zu einem Baum. (DER STANDARD-Printausgabe 08.11.2005)

  • "Dach- 
gleiche" auf dem "Eispalast" im Museums- 
quartier. MQ-Chef Wolfgang Waldner, MQ-Proku- 
ristin Daniela Enzi, PPAG- 
Architekten Georg Poduschka und Anna Popelka.
    foto: rottenberg

    "Dach- gleiche" auf dem "Eispalast" im Museums- quartier. MQ-Chef Wolfgang Waldner, MQ-Proku- ristin Daniela Enzi, PPAG- Architekten Georg Poduschka und Anna Popelka.

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