Was macht Elternbesuche unangenehm?

5. Juni 2006, 18:00
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Gäste, die heikler im Umgang zu sein scheinen als andere ... so findet zumindest unsere Gewinnerin der Woche

Unsere Gewinnerin der Woche (sie möchte übrigens gerne anonym bleiben) erzählt folgende Episode, an die sich eine Frage knüpft:

"Vor kurzem wurden meine Arbeitskolleginnen und ich im Büro Zeuginnen eines Telefongesprächs, in dem ein Kollege einem Freund erzählte, dass seine Eltern am Wochenende zu Besuch kämen. Es schloss mit der Bemerkung, dass er versuchen werde, sie in den frühestmöglichen Zug nach Hause zu stecken.

Eigentlich eine Frechheit, dachte ich mir - aber erst lange nachher. Meine erste Reaktion war innerliche Zustimmung, wie ich zugeben muss. Und auch die anderen im Raum haben offensichtlich mit dem Kollegen sympathisiert. Scheint so, als wäre das eine natürliche Reaktion, aber ist das nicht seltsam? Bei anderem Besuch, Freunden und Bekannten, denken wir doch auch nicht automatisch daran, wie wir ihn möglichst schnell wieder loswerden können.

Was macht Besuche von Eltern also so besonders? Immerhin sind wir ja alles erwachsene Menschen und müssten unseren Eltern längst genauso unbefangen gegenübertreten können wie anderen Freunden, oder?"
(red)

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