Bankenverband: Deutsche Wirtschaft hat Stagnation überwunden

16. November 2005, 14:53
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Wirtschaftswachstum von 1,3 Prozent erwartet - Reform des Föderalismus oberste Priorität

Frankfurt - Die deutsche Wirtschaft hat nach Einschätzung des Bankenverbandes die Stagnation des zweiten Quartals überwunden. Die gute Entwicklung bei Auftragszahlen und Stimmungsindikatoren deuteten daraufhin, dass die Konjunktur auch über das dritte Quartal hinaus auf einem Erholungskurs bleibe, erklärte der Bundesverband deutscher Banken (BdB) am Montag. Dennoch werde auch im kommenden Jahr nur ein eher mageres Wirtschaftswachstum von 1,3 Prozent erwartet, erklärte Verbandspräsident Klaus-Peter Müller in Frankfurt.

Das sei nun schon im elften Jahr hintereinander deutlich weniger als im Schnitt des Euroraumes. Müller forderte daher, "das Jahr 2006 muss zum Jahr des 'Wandels' werden". Oberste Priorität hat nach seiner Ansicht eine Reform des Föderalismus, die quasi die "Mutter aller Reformen" sei. Als weitere wichtige Punkte nannte der Commerzbank-Chef unter anderem eine Konsolidierung der Staatsfinanzen, eine Lockerung des Flächentarifvertrages, eine Steuerreform sowie eine schrittweise Erhöhung des Pensionseintrittsalters. (APA)

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