Rote Teufel auf Höllenfahrt

16. November 2005, 10:20
2 Postings

Kaiserslautern-Vorstandschef Jäggi kritisierte seine Profis - "Jeder andere Trainer würde hier auch Schiffbruch erleiden"

Kaiserslautern - Der Wiener ÖFB-Teamkeeper Jürgen Macho hat zu Gunsten von Thomas Ernst das Gehäuse verlassen müssen, doch die Krise in den Reihen des deutschen Fußball-Bundesligisten 1. FC Kaiserslautern ist geblieben. Nach dem 0:3 in Berlin gegen Hertha BSC sind die "Roten Teufel" schon neun Runden ohne Sieg und mittlerweile auf den vorletzten Tabellenplatz abgerutscht. Doch die Trainer-Frage stellt sich den Verantwortlichen nicht.

"Jeder andere Trainer würde hier auch Schiffbruch erleiden", sagte Rene C. Jäggi, der Vorstandschef der in den vergangenen zehn Jahren acht Mal den Feldherrn wechselnden Lauterer, im Interview mit der Fachzeitung "kicker" (Montag-Ausgabe). Der Schweizer, der dem öffentlichen Druck nicht nachgeben und an Michael Henke festhalten will, sieht als Ursache für den Absturz ein Qualitätsproblem und kritisiert die Spieler.

Überhebliche Mannschaft

"Die Mannschaft ist nicht so gut, wie sie sich selbst sieht. Auch der Lebenswandel ist bei einigen nicht so gut, wie es für einen Profi selbstverständlich sein müsste,'" meint der 56-Jährige. Vom Abstieg oder seiner Kapitulation will er nichts wissen, sein optimistischer Blick gilt der Zukunft. "So lange ich hier bin, sind wir nicht abgestiegen." Am Samstag in der 13. Runde steht gegen Schlusslicht 1. FC Nürnberg, das bei gleicher Tordifferenz drei Punkte Rückstand aufweist, das Kellerduell ins Lauterer Haus. (APA)

  • Bild nicht mehr verfügbar

    Die Leistungen der Lauterer waren in letzter Zeit zum Verstecken.

Share if you care.