Mozartjahr: Glockenläuten, Riha- "Universum", "Le nozze di Figaro"

27. Dezember 2005, 17:13
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Jede Note Mozarts auf Ö1, aber jeweils nur einmal - Dokus und Opernübertragungen - 24 Stunden Mozart auf TW1

"Die Sorge, dass im Mozartjahr zu wenig Mozart zu hören oder zu sehen sein wird, habe ich tatsächlich nicht." Nicht nur der Intendant des Mozartjahres Peter Marboe braucht sich nicht zu ängstigen angesichts der Fülle an Feierlichkeiten, die die Republik im Mozartjahr 2006 plant. Wer den Fernseher einschaltet, darf ebenfalls mit ausgiebiger Huldigung rechnen. Montagvormittag präsentierte der ORF im Wiener Haus der Musik seine Programmvorhaben.

Gleich zweimal gibt es 2006 "24 Hours Mozart". Am 1. Jänner beginnt 3sat mit einem von Thomas Hampson moderierten Programm, der Spartensender TW1 bringt am 27. Jänner, Mozarts 250. Geburtstag einen weiteren, international produzierten und über Satellit ausgestrahlten TV-Marathon. Teile davon zeigt auch der ORF, wenn etwa um 20 Uhr die Glocken in Mozarts Geburtshaus läuten.

Dokus, Opernübertragungen

Neben Opernübertragungen - etwa "Le nozze di Figaro" von den Salzburger Festspielen - dominieren Dokus: Georg Riha steuert ein Kulturuniversum über Salzburg bei, eine Dokumentation erforscht Leben und Sterben des Genies. "Wolfgang wer?" interessiert sich für heutige Wirkungen, "Der Mozart-Test" fragt nach, ob etwa Pflanzen bei einer "kleinen Nachtmusik" schneller wachsen. In der "Mozart Minute" kommen Filmschaffende wie Ruth Beckermann, Ulrich Seidl oder Peter Tscherkassky zu Wort.

Ein neuer, selbstproduzierter Mozart-Spielfilm fehlt im Programm, dafür werden Kino-Klassiker nachgereicht: Von "Amadeus" bis zu "Reich mir die Hand, mein Leben". Ende Jänner gastiert gar Thomas Gottschalks "Wetten, dass ...?" in Salzburg.

Konsequente Mozart-Beschallung plant Ö1: Der Kultursender will das Jahr über das gesamte Werk des Jubilars spielen - jeweils nur ein Mal. (Doris Priesching/DER STANDARD; Printausgabe, 8.11.2005)

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