Nur jeder Zweite nutzt Freisprech-Anlage im Auto

15. November 2005, 10:06
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Telefonieren am Steuer seit 1999 verboten - Mobilkom startet Kampagne für mehr Verkehrssicherheit

Nur die Hälfte der österreichischen Autolenker nutzt bei Telefonaten während der Fahrt eine Freisprech-Einrichtung. 99 Prozent der Österreicher wissen jedoch, dass Telefonieren am Steuer ohne Freisprech-Einrichtung verboten ist, ergab eine von der Marktforschungsinstitut Spectra im Auftrag der mobilkom austria durchgeführte Studie.

Risiko bewusst

Fakt ist, dass das Risiko den Verkehrsteilnehmern durchaus bewusst ist. Acht von zehn Befragten sind der Meinung, dass das Telefonieren ohne Freisprech-Einrichtung sehr gefährlich sei. Nur das Fahren ohne Gurt und Alkohol am Steuer wird riskanter eingestuft. Dennoch werden bereits vorhandene Freisprech-Einrichtungen vielfach nicht entsprechend genutzt, bestätigte Studienleiter Peter Bruckmüller von Spectra. Die häufigste Ausrede: "Ich telefoniere nur kurz beim Fahren. Das zahlt sich bei mir nicht aus."

Seit 1999 verboten

Telefonieren am Steuer eines Autos ist seit 1999 verboten. Seitdem gestalte sich vor allem die gesetzliche Handhabung als schwierig, bekrittelte Othmar Thann, Direktor des Kuratoriums für Verkehrssicherheit (KfV). Denn sobald ein telefonierender Verkehrsteilnehmer von der Polizei angehalten werde, das Telefonat jedoch zuvor beende, könne er laut Gesetz straffrei weiterfahren.

vergehen kostet 25 Euro

Derzeit kostet das Vergehen 25 Euro. Dies hält mehr als ein Drittel der Österreicher für zu niedrig. 55 Prozent halten die Summe für angemessen, nur rund neun Prozent finden die Strafe zu teuer.

Kampagne

Der Marktführer mobilkom austria will das Problembewusstsein schärfen. Zu diesem Zweck startet das Unternehmen im November gemeinsam mit dem KfV und den Autofahrerclubs ÖAMTC und ARBÖ eine Kampagne rund um das Thema Telefonieren am Steuer. (APA)

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