Model Helena Christensen will den "Freistaat Christiania" retten

11. November 2005, 15:13
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Fordert Regierung auf, von Abriss des selbstverwalteten Zentrums in Kopenhagen abzusehen: "Symbol für Toleranz"

Kopenhagen - Top-Model Helena Cristensen setzt sich für den Erhalt des "Freistaates Christiania" in ihrer Heimatstadt Kopenhagen ein. Die 37-jährige Dänin hat zusammen mit anderen Prominenten Ministerpräsident Anders Fogh Rasmussen in einem Offenen Brief aufgefordert, alle Regierungspläne zum Abriss von Häusern und für Abschaffung der Selbstverwaltung unter den gut 800 "Christianittern" aufzugeben. Der weltberühmte "Freistaat" sei ein Symbol für Toleranz, kulturelle Vielfalt und starkes soziales Engagement, hieß es in dem Brief.

Stark besuchtes Touristenziel

Christensen war zweieinhalb Jahre alt, als Kopenhagener Linke, Hippies und andere abenteuerlustige junge Leute im September 1971 ein leer stehendes Kasernengelände fünf Fußminuten vom Parlament entfernt besetzten und Christiania gründeten. Der Freistaat ist inzwischen nach der Kleinen Meerjungfrau und dem Tivoli das meist besuchte Touristenziel in Dänemarks Hauptstadt, vielen Bürgern aber nach wie vor wegen "gesetzloser Zustände" ein gewaltiger Dorn im Auge. (APA/dpa)

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