Schweiz im Team-Springen erfolgreich

11. November 2005, 16:31
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Österreich 1 knapp auf Rang zwei verwiesen - Frühmann auf Sixth Sense fehlerfrei und ein Favorit für Grand Prix

Wien - Die Schweiz in der Besetzung Nadja Melliger, Beat Mändli und Leslie McNaught hat am Sonntag das mit 35.000 Euro dotierte Team-Springen beim 20. "Fest der Pferde" in der Wiener Stadthalle gewonnen. Mit insgesamt acht Fehlerpunkten war das Trio der Eidgenossen am stärksten und verwies das Team Österreich 1 mit einem fehlerfreien Duo Thomas Frühmann auf Sixth Sense sowie Hugo Simon und Julia Kayser (gemeinsam 9 Fehlerpunkte) auf Platz zwei.

"Ich freue mich riesig, weil es mein erster Sieg in Wien ist", freute sich Nadja Melliger, die wie ihre Teamkollegen 3.500 Euro einstreifen durfte. Das Team Österreich 2 hätte es als letzte Mannschaft in der Hand gehabt, noch für ein Stechen zu sorgen, aber Schlussreiter Wolfgang Ötschmaier schaffte den erforderlichen fehlerfreien Ritt nicht. Sein Team wurde letztlich Fünfter.

Thomas Frühmann gab am Tag vor dem sportlichen Höhepunkt, dem Mercedes-Grand-Prix, mit seinem Top-Pferd erneut ein Versprechen ab. "Wenn er am Montag so springt, dann schaut es gut aus." Der 54-jährige Wiener ist sicher einer der Favoriten für den Grand Prix und auf den Schlüssel für den Mercedes der B-Klasse im Wert von 28.000 Euro. Wann Frühmann sein letztes Auto gewonnen hat? "Das ist sicher schon 15 Jahre her", sagte Frühmann, der in zweieinhalb Wochen zum dritten Mal Vater wird.

David wird sein dritter Sohn heißen, er selbst ist nach eher mageren Jahren derzeit keinesfalls in der Rolle des David. Und an ein Ende ist derzeit auch nicht zu denken. "Ich fühle mich nicht wie 54, sondern wie 45. Mit meinen zwei guten Pferden werde ich sicher noch bis zum Ende reiten", verspricht er. (APA)

Internationale Teamspringen (3 Reiter pro Team/kein Streichresultat - Dotation 35.000 Euro):

  • 1. Schweiz 8 Fehlerpunkte/181,83 Sekunden
    (Nadja Melliger auf Caliente 0/63,41, Beat Mändli auf Ideo du Thot 4/59,03, Leslie McNaught auf Riot Gun 4/59,39)
  • 2. Österreich 1 9/186,20<>/B>
    (Julia Kayser auf H.B.C. Pherna 1/64,26, Hugo Simon auf Conquest of Paradiso 8/61,03, Thomas Frühmann auf The Sixth Sense 0/60,91)
  • 3. Deutschland PUR 14/207,84
    (Jan Sprehe auf Paganini 5/64,16, Franke Sloothaak auf Aquino 9/82,35, Thomas Schepers auf Capital W 0/61,33)
  • 4. Großbritannien 16/181,09
    (Geoff Billington auf Pedro 4/60,43, Robert Whitaker auf Karina 0/60,36, John Whitaker auf Lactic Two 12/60,30)
  • 5. Österreich 2 (Team Alpenspan) 17/187,20
    (Anton Martin Bauer auf Castello 4/60,92, Gerfried Puck auf S+L 11th and Bleeker 4/59,20, Wolfgang Ötschmaier auf Vasco da Gama 9/66,46)
  • 6. Britisch Oranje 21/201,40
  • 7. Deutschland PLUS 24/176,65; ausgeschieden und ex aequo 8.: Polen und Europa
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