Bush will Ansehen der USA stärken

Redaktion, 09. November 2005 15:06

Treffen mit brasilianischem Präsidenten da Silva - Bush konnte Brasilien nicht von Freihandelszone überzeugen - Proteste gegen Bush

Brasilia - Bei einem Besuch in Brasilien hat US-Präsident George W. Bush das Konzept einer panamerikanischen Freihandelszone verteidigt. Er sei sich allerdings darüber im Klaren, dass der brasilianische Präsident Luiz Inacio Lula da Silva davon noch überzeugt werden müsse, räumte Bush am Sonntag ein. Lula da Silva war einer der fünf Staatschefs, die am Vortag beim Amerika-Gipfel im argentinischen Mar del Plata eine Einigung auf die geplante Freihandelszone FTAA verhindert hatten.

Bush wollte am Abend nach Panama weiterfliegen. Bei seinem Besuch in Brasilien war er vor allem darum bemüht, das Ansehen seines Landes in Lateinamerika zu stärken und die Menschen in der Region von demokratischen Werten zu überzeugen. Bei einer Rede in der Hauptstadt Brasilia stellte er zwei alternativen Perspektiven vor, wie sein Sprecher Scott McClellan erläuterte.

Zwei Alternativen

Demnach identifiziert sich Lateinamerika im ersten Fall mit den Prinzipien der USA, was eine Ausweitung der demokratischen Institutionen bedeute. Im zweiten Fall lasse sich der Kontinent von Führern leiten, die ihn um Jahre zurückwerfen würden. Beobachter sahen dies vor allem als Anspielung auf den linkspopulistischen venezolanischen Präsidenten Hugo Chavez, den schärfsten Gegner Bushs in der Region.

Bei der Ankunft des US-Präsidenten vor der Residenz von Lula da Silva riefen etwa 150 Demonstranten "Bush raus" oder "Bush ist ein Terrorist". Sie schwenkten Fahnen der Partei Sozialismus und Freiheit, die von Dissidenten der regierenden Arbeiterpartei gegründet wurde. Bush sagte vor dem Treffen, er sei gekommen, um deutlich zu machen, dass die USA ein Freund Brasiliens seien. Brasilien ist das größte Land Lateinamerikas und das fünftgrößte der Welt. Es ist der wichtigste Handelspartner der USA in Südamerika.

Wie Medien unter Berufung auf Sprecher der Regierung Lulas berichteten, wurden bei dem Treffen in der Hauptstadt Brasilia von den beiden Präsidenten die Reform der Vereinten Nationen, die US-Agrarsubventionen und die politische Stabilität in Lateinamerika erörtert. Sprecher der brasilianischen Regierung sagten, das größte Land Südamerikas strebe einen besseren Zugang zum US-Markt an. Außerdem wolle man eine Partnerschaft mit den USA eingehen, die zur Verstärkung des Einflusses Brasiliens auf dem internationalen Parkett führen solle.

In Sao Paul endete eine Anti-Bush-Demonstration am Samstag mit schweren Ausschreitungen. Die rund 1000 Demonstranten griffen die Polizei mit Steinen und Stöcken an, während die Beamten laut Medien mit Tränengas antworteten. (APA)

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10 Postings
Thomas Jandl
06.11.2005 23:51
2 Alternativen?

Man hat eine Aternative ZU ETWAS.
Daher: In diesem Artikel sehe ich nur 2 Optionen, eine Variante und EINE Alternative dazu.
Wenn man 2 Alternativen hat, braucht man logischerweise insgesamt 3 Optionen.

Freund der Sanktionen
06.11.2005 19:32
Soll er abtreten, das hebt das Ansehen der USA

ungemein und sofort...

Michael Horak
 
06.11.2005 20:27
als ich die Überschrift las...

war genau das auch mein erster Gedanke.
"was? wie? er tritt ab?"

zu früh gefreut
aber die Bibelschwinger sind selber schuld an ihrem Image, wenn sie den Deppen sogar zweimal wählen.

G. E. Schmacklos
07.11.2005 07:53
..... aber die Bibelschwinger sind selber schuld .....


..... an ihrem Image, wenn sie den Deppen sogar zweimal wählen.

Ach herrjeh.

Schon mal was von Wahlmaschinen der Firma Diebold gehört ?

Nein ?

Dann vielleicht mal das hier lesen:

http://www.heise.de/tp/r4/art... 866/1.html

(Von der ersten Wahl wollen wir gar nicht reden: Das war ohnehin offensichtlich.)

Eine zynisch-perfide Bande aus aus Polit- und Wirtschaftskriminellen gröbsten Kalibers, mit christlich-fundamentalistischen Einsprengseln, die sich das weiße Haus gekrallt hat: Das ist, was momentan da abläuft.

Und das ist erst der Anfang .....

Thomas Jandl
06.11.2005 23:56

Ich lebe seit langen Jahren in den USA -- noch nie war das so schwer zu schreiben wie im Moment. DAHER: Machen Sie uns nicht schlechter als wir sind!! Wir haben ihn tatsaechlich ein Mal gewaehlt, und dafuer koennen Sie ein paar verrueckten Koranschwingern danken.
Das erste Mal haben wir ihn NICHT gewaehlt. Er hatte 500,000 Stimmen weniger, hat wohl auch Florida von Rechts wegen verloren, und haette noch klarer verloren wenn nicht ein Depp (Demokrat noch dazu) einen Wahlzettel entworfen haette der so verwirrend war dass tausende Leute statt Gore Buchanan gewaehlt haben. (Ist nicht so dumm wie's klingt. Wir schieben den Zettel in eine Maschine rein, und dann sieht man nimmer klar wo was steht.)

Gras- Martin
07.11.2005 13:08
und das machts ja eigentlich noch viel schlimmer...

4 Jahre lang zusehen müssen wie jemand (der nicht bis 10 Zählen kann) zu unrecht ein Amt ausübt ist sicher recht bitter....

aber ihn dann tatsächlich zum Präsidenten zu machen ist was...?

plau graut
 
06.11.2005 18:35
dies Angebot

ist tragisch & komisch.
macht nix.
(beim Prozeß nachher darf es als Entlastungs-Momentlein gelten.)

oti0
06.11.2005 17:39
bekannter ansatz aus dem arbeitsalltag

zuerst wird jahrelang kräftig (und nichtsahnend) demotiviert und wenn die verantwortlichen dann aufwachen und vor einem scherbenhaufen stehen, dann schiebt man ein "motivationsprogramm" nach.

bin schon auf ebendieses der usa neugierig. vorstellen kann ich mir derzeit nur eines das unter dem motto "willst du nicht mein bruder sein so schlag ich dir den schädel ein" läuft

Uebrigens bitte
 
06.11.2005 16:39
Das Ansehen der USA könnte wieder etwas besser werden, ...

... wenn Bush seinen Sessel räumt.

Doktor Leid
06.11.2005 17:49
und cheney und condoleeeeza mitnimmt ...

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