Nachrichten in aller Kürze
Alles zur Community
Nachrichten, die zu Ihnen kommen: Newsletter, Feeds und SMS
Alles zu unseren mobilen Angeboten: Apps, Mobilversion und SMS
Unsere Radio- und TV-Angebote
Die Zeitung im Internet: Abo, E-Paper, Anzeigen und mehr
Alles über die Redaktion von derStandard.at
Alles über Onlinewerbung, Stellenanzeigen und Immobilieninserate

Deutsches IKEA-Werbeplakat aus dem Jahr 2001
... ein Versuch mit mäßigem Erfolg übrigens, wie die des öfteren zu sehende Leidensmiene vor allem älterer Angestellter bestätigt, wenn sie sich vor KundInnen das gewünschte "Du" abringen, das manchen so organisch von den Lippen kommt wie ein Gratulationsgedicht für den Landeshauptmann.
Angesichts der Beharrungskräfte des altmodischen "Sie" in Österreich kommt die Frage unseres Gewinners der Woche, Paul Fruehauf, daher für uns ein wenig überraschend:
"Warum siezen sich eigentlich so viele derStandard.at-UserInnen im Forum? Und warum wollen so manche nicht verstehen, dass es wiederum andere gibt, die ebendas nicht machen? Die Sache ist doch die: Das derStandard.at-Forum ist wohl da einzige im deutsprachigen Raum, in dem nicht nur demonstrativ gesiezt wird, sondern oft auch die Frage aufkommt, seit wann wir denn per Du seien.
Nun ist ja meine Antwort darauf: Ich bin ja mit meiner Katze auch nicht per Sie, und die ist deutlich realer als die meisten Forum-Nicknames. Ich kann ja irgendwo ganz hinten in meinem Kopf verstehen, dass manche das Bedürfnis haben, Hans Maier zu siezen, wenn er sich denn auch Hans Maier nennt. Aber das Schottentor, um ein Beispiel zu nehmen, sieze ich ja auch nicht im Vorbeigehen. Hm?"
Neigt unser Forum zur Förmlichkeit? Uns selbst wäre das noch gar nicht aufgefallen - intern sind wir hier übrigens alle per Du.
(red)
... oder sind wir zu einem Leben mit Vergehen, Kavaliersdelikten und allerhand Anrüchigkeiten verdammt?
... oder sind die kleinen papierenen Hilfestellungen zwangsläufig missverständlich?
Wo die Wiener U5 so lange bleibt, was Hademar Bankhofer mit Petersilie zu tun hat und das Geheimnis der "Lost Numbers" im Teletext - ein "Dumm(?) gefragt"-Rückblick
... der Titel steht bewusst unter Anführungszeichen, denn unser Gewinner der Woche bezieht sich auf eine regelmäßig wiederkehrende Posting-Variante
Charaktersache oder nicht: Wie aussagekräftig respektive unvereinbar sind die Vorlieben in Sachen Haustier wirklich?
Wir bitten um Beiträge zur jüngst geführten Diskussion, ob sich die Menschheit dem intergalaktischen Publikum zu langweilig präsentiert
... zum Beispiel diese hier - zur wenig abwechslungsreichen Etymologie von Fragewörtern
Oder ist die technologische Entwicklung, die wir nicht mehr kontrollieren können, längst am Laufen?
Nicht auf jede Frage kann es eine Antwort geben - dafür jedoch manchmal tausend
Gegen einen viel verwendeten Kampfbegriff wendet sich unser Gewinner der Woche mit der Frage: Wen sollen wir uns denn zum Vorbild nehmen?
Unser Gewinner der Woche liefert gleich ein konkretes Beispiel mit - ob Sie damit wohl einverstanden sind?
Plaudern Sie aus dem Nähkästchen: Unser Gewinner der Woche fragt nach den originellsten Nicks und was hinter der jeweiligen Namenswahl steckt
Schürfen Sie in Literatur, Geschichte und persönlicher Erfahrung: Gesucht wird ein wahrhaft bleibender Unwert
Erstaunlich: Die Umfrage im Forum kam der Wahrheit nicht einmal annähernd auf die Spur
Entwerfen Sie eine Formel für die ideale Dumme(?) Frage - und diesmal lehnen wir uns im Publikumssessel zurück
Die Katze, das Butterbrot und der freie Fall - ein nicht unbedingt bierernstes Experiment
Worüber möchten Sie ehrlich wirklich absolut auf gar keinen Fall diskutieren?
Unsere Rubrik wagte sich mit dieser Frage zum ersten Mal auf die meta-kommunikative Ebene ...
... oder bleibt dies ganz den (un-)möglichen Antworten vorbehalten?
Oder sind wir schon verblödet? Unsere Blödheitzumutbarkeitsgrenze ist jedenfalls erreicht
Ein Rückblick als kleiner Leitfaden für künftige Einsendungen - aber vielleicht wollen Sie ja auch genau darüber diskutieren
Ich hab kein grundsätzliches Problem mit dem schwedischen Allerwelts-Du, das ich ja auch aus Studentenkreisen kenne. Allerdings liebe ich das Sie durchaus für seine Höflichkeit und den Schutz, den es gegenüber Unflätigkeit bietet. Kein Mensch sagt "Sie Hure!", nicht wahr? Woran ich mich allerdings nie gewöhnen konnte, ist die Kombination von "Du" und Nachname, die am Land zum Teil üblich ist. So gesehen bleib ich lieber beim Sie.
Das engliche "you" entspricht nicht unserem "Du". (Dafür gab es im Altenglischen das "thou".
Der Mensch braucht nun mal beides, Distanz und Nähe, und so benützt man im Amerikanischen wegen des universellen "you" (wenigstens zur Wahrung der Klassenunterschiede), andere Konstruktionen: Ein Kellner spricht einen ihm bekannten Gast in Clubs als "Mr.X oder Mrs.X" an während der Gast für den Kellner (herablassend) den Vornamen benützt.
Ich empfinde in Frankreich die Höflichkeit und die Varianten im Ausdruck der persönlichen Nähe als angenehm und als ein Zeichen von Kultur.
Das IKEA-Du ist einfach grauslich.
Mir persönlich gefällt die Schwedische Variante, allgemein auf "Du" umzusteigen (dort hat man ja auch nicht lange gebraucht sich umzustellen)...finde, daß es persönlicher und offener wirkt und "Sie" oft unnötige Barrieren und Distanzen erzeugt.
(Ich für meinen Teil grüße zumindest seit einiger Zeit meistens mit "Hallo", statt mit "förmlicherem" Gruß - "Grüß Gott", "Guten Tag" etc. - und bin damit bis jetzt noch nie auf Kritik gestoßen)
und das erzwungene du waren für mich eine qual, weil mir der mensch einfach nicht sympathisch war - das klingt dann so verkrampft, wenn man in einem gespräch alles vermeidet um zu duzen oder den vornamen nennen zu müssen.
oder bei gewissen rechtsbraunsumpfigen postings, vorzugsweise nachzulesen in den foren der "vorarlberger nachrichten" möchte ich zwar manchmal meine meinung kundtun, mich aber deutlich von dieser gesinnung distanzieren - das SIE ist dann sehr hilfreich.. kann es auch nicht leiden wenn mich die supermarktkassiererin einfach duzt - oder der kunde, der von mir eine beratung haben möchte. es stimmt auch nicht dass das DU immer ländliche art ist - die authentischen bregenzerwälder zB. benutzen nämlich wirklich noch das IHR.
Ich amüsiere mich immer noch über die Anredeformalitäten in meiner Ex-Firma. Da US Firma, war das DU usus. Oft kam dann soetwas wie:
"Du Hr. Schindelmayr, könnte du bitte dieses und jenes ..."
Ähnlich blöd wie die weit verbreitete E-Mail Anrede:
Hallo Fr. Winkelhuber, ....
Allerdings musste ich leider in den letzten Jahren sehr häufig feststellen, dass das duzen oder siezen in Ö nichts mit mehr Respekt - dann 'Sie' od besser bekannt sein - dann duzen zu tun hat. Man kann auch per Sie sehr respektlos anderen gegenüber sein.
Im Schwedischen - hat mir eine schwedische Freundin erklärt- gibt es sehr wohl ein 'Sie', aber man hat sich angewöhnt das 'nettere Du' (so ihre Formulierung) zu verwenden. Und nachdem auch der König nun mit Du angesprochen wird finden's die Schweden genial! Find ich eine nette Idee.
Im Englischen gibt's wohl nur 'you' allerdings merkt man an der Art wie man zusätzlich dazu angesprochen wird eh wie der Hase läuft (z.B. ... can you ..., sir? Would you ..., ma'am? Buddy, do you ...?).
ich schreib hier nix, was nicht schon einer geschrieben hätte - aber ein thread, der sich seit 1 1/2 jahren hält, da muss ma mitmachen.
Zwei gedanken: 1. Eine einheitliche anrede erleichtert viele ansonsten möglicherweise etwas unangenehme situationen, weil die du/sie-frage erst gar nicht aufkommt. Zusammenhängend damit gibt es sprachen wie das englische, die statt auf einheitliches "du" auf einheitliches "sie" setzen.
fortsetzung folgt...
2. Respekt vor dem gegenüber gehört unbedingt zum sozialen gefüge, muss aber nicht notwendigerweise durch eine worthülse zum ausdruck kommen. Nur hat sich das halt bewährt. Es würde subtiler auch gehen - etwa durch angepasste wortwahl/schreibweise (wird eh größtenteils so auch praktiziert), aber samma uns ehrlich - die meisten leute haben schon ein problem damit, sich in ihrem bekanntenkreis unmissverständlich und ohne jemandem auf die zehen zu treten auszudrücken; wie soll man dann erwarten, dass sie das fremden gegenüber können? Und auf der anderen seite fallen subtile signale heutzutage einfach unter die wahrnehmungsschwelle. Und von einem thema wie punktuation (die es im gesprochenen auch geben sollte) fang ich erst gar nicht an...
...hört des gar nimmer auf?
3. je nach umfeld ist das "sie" ohenhin schon weitgehend eliminiert. Wer in der werbe/medienbranche arbeitet, ist mit den kunden per sie, aber dass sich in einer redaktion oder agentur irgendwer siezt, des müsst ich noch irgendwo erleben. Gilt auch für gastro, handwerk (obwohl der lehrling den meister glaub ich normalerweise siezt), bundesheer (im kader) und zahlreiche andere
das mit der groß und klein schreibung wie der kollege _le_butcher_ schreibt is wirklich arm ... aber naja solang ich noch in der anstallt schule hock nützt mir die revolte auch nichts ...
jetzt zum eigentlichen thema :
ja das "Sie" hat platz in der gesellschaft weil respekt auch wichtiger als je zuvor ist ich mein bei kleinkriminellen kreisen is das ja auch so da gibts auch einen alpha gangster und ja bei den kultvierteren menschen gibts halt ein "Sie" anstatt ´n´alpha gangster
M.f.G. Andy
die unterscheidung zwischen du und sie ist, meiner meinung nach, genau so veraltet und unnötig wie die groß-/kleinschreibung.
gerade im internet (außer gewissen emails oder websites) hat sie und groß-/kleinschreibung finde ich nichts mehr verloren.
beides ist veraltet, konservativ, innötig, sinnlos und dumm.
und das tut's auch hier im Forum. Wenn ich was poste und beleidigende oder abwertende Antworten kommen, dann immer in der Du-Form. Scheinbar haben Menschen, die mit dem Sie nicht auf Kriegsfuß stehen auch gelernt, dass andere Menschen nicht automatisch deppert sind.
Ich mag das Sie. Denn wenn ich nie sieze, kann ich durch ein "du" auch keine Nähe und Verbundenheit zeigen.
Und wie die Werbung eines anderen Möbelhändlers so schön deutlich macht: "Wegen eines Sofas per du?"
Wenn ich nur durch Duzen zeigen kann, dass ich kein Spießer bin, würde ich mir ernsthaft Gedanken machen - über mich!
Das Sie ist ja keine Einbahnstrasse, sondern der Einstieg für ein auf Respekt und gesunde Distanz berufendes Gespräch!
Des "DU" (beim 1. Kontakt) bedienen sich meiner persönlichen Erfahrung nach meistens Idioten und geistige Lumpenproleten! (Zeigt sich aber oft erst später) Wenns aus tiefgreifendem überzeugtem Bolschweismus, quasi als geistige Korsage kommt, meinetwegen, ist dann aber auch nix andres als das Sie!
@nathan, nicht nur die Städter, auch die Ländler kennen das Sprichwort: Zuerst bist per Du, und dann der Oasch! - Wird wohl geschichtlich nicht unbegründet sein!
Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.