Würstel und Weltstars vor der Oper

6. November 2005, 14:42
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An die 3.000 Besucher harrten trotz schlechten Wetters am Vorplatz aus und bekamen zur Live-Übertragung auch Live-Auftritte zu sehen

Wien - Hätte eines Beweises bedurft, wie stark die Wiener mit "ihrer" Staatsoper verbunden sind, so wäre er am Samstag wohl erbracht worden: Trotz der unwirtlichen Wetterbedingungen verfolgten nach Veranstalter-Angaben an die 3.000 Besucher dick eingepackt auf dem Herbert von Karajan-Platz vor dem Haus auf einer Großbildleinwand die Live-Übertragung des Konzerts zur Feier der Wiedereröffnung vor 50 Jahren. Die Staatsoper bedankte sich mit Gratis-Würstel und Tee für das Interesse und Durchhaltevermögen.

Auch Bundeskanzler Wolfgang Schüssel (V) zeigte sich erfreut. "Ich bin überwältigt, dass ich das als Bundeskanzler und Kulturminister mit Euch erleben darf", bedankte er sich gemeinsam mit Staatsoperndirektor Ioan Holender in einer der Pausen bei dem Publikum. Auch die Stars des Abends machten nach ihren "offiziellen" Verbeugungen in der Oper den Zaungästen ihre Aufwartung. Und die große Sympathie und die prächtige Kulisse zeigte selbst bei Künstlern, die in den besten Häusern der Welt auftreten, Wirkung: Michael Schade etwa zückte eine Digi-Cam, um die Szenen für sich einzufangen.

Live-Programm

Durchhalte-Parolen waren während der rund viereinhalb Stunden langen Feier kaum nötig. Während der rund 20-minütigen Pausen zwischen den einzelnen Teilen der Übertragung sorgten in einem moderierten Live-Programm gut gegen die Kälte gewappnete Mitglieder des Ensembles der Staatsoper wie Ileana Tonca, In Sung Sim, Simina Ivan, Michaela Selinger und Adrian Eröd dafür, dass sich auch die Open-Air-Besucher, an die Regen-Pellerinen gratis verteilt wurden, als Gäste fühlen durften.

Übertragen wurde das Fest in der Oper von Siemens Österreich auf einer acht mal sechs Meter großen Leinwand im HDTV-Format (High Definition Television). Durch ein modernes Soundsystem, bei dem die Lautsprecher rund um das Publikum aufgestellt wurden, wurde mittels einer Raumsimulation die perfekte Akustik der Oper auf die Straße übertragen. (APA)

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