NBA: "Baby Bulls" auf dem Weg zurück

7. November 2005, 10:54
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99:100-Niederlage in New Jersey sollte kein Rückschlag sein - Nowitzki bezwang Titelverteidiger San Antonio beinahe im Alleingang

New York - Die glorreichen Zeiten der Chicago Bulls gehören der Vergangenheit an, aber der sechsfache NBA-Champion der 90er Jahre ist auf dem Weg zurück. Daran wird wohl auch die in den Schlusssekunden erlittene 99:100-Niederlage am Samstag bei den New Jersey Nets nichts ändern. Die erste erfolgreiche Playoff-Qualifikation in der Ära nach Basketball-Superstar Michael Jordan soll nur ein erster Schritt gewesen sein.

Im Spieljahr 2005/06 wird das Team aus der "Windy City" seinem neuen Spitznamen "Baby Bulls" vollauf gerecht, schickt Coach Scott Skiles doch Formationen aufs Parkett, die gerade ein Mal ein Durchschnittsalter von 23 Jahren erreichen. Mangelnde Erfahrung machen die Youngsters mit Herz und Kampfgeist wett. An der Rebound-Schwäche muss freilich gearbeitet werden - 37:51 aus Sicht der Bulls lautete das Verhältnis gegen die Nets, 43:56 drei Tage zuvor beim 109:105-Overtime-Erfolg gegen die Charlotte Bobcats.

Für die Nets, die in der Eastern Conference durchaus wieder zu den Mitfavoriten zu zählen sind, glänzten Jason Kidd mit dem 68. Triple-Double (zehn Punkte, elf Assists, elf Rebounds) seiner Karriere sowie Richard Jefferson und Vince Carter mit je 28 Punkten. Star des NBA-Samstags war aber der Deutsche Dirk Nowitzki, der die Dallas Mavericks im Topspiel der Western Conference mit 34 Zählern quasi im Alleingang zu einem 103:84-Heimerfolg gegen den Titelverteidiger San Antonio Spurs führte.

Ein erstes Erfolgserlebnis nach drei Auftakt-Niederlagen in Serie gab es für die Philadelphia 76ers, die sich dank 29 Punkten und zwölf Assists von Allen Iverson (der Liga-Topscorer spielte 48 Minuten durch) bei den favorisierten Indiana Pacers mit mit 111:109 durchsetzten. Die vier einzigen noch ungeschlagenen Teams sind hingegen die Milwaukee Bucks (105:100 gegen Miami Heat/ohne den verletzten Shaquille O'Neal), Washington Wizards (87:79 gegen Orlando Magic), Los Angeles Clippers (100:99 nach Verlängerung gegen Minnesota Timberwolves) und Vorjahres-Finalist Detroit Pistons (117:84 gegen die Toronto Raptors). (APA)

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