Briten wollen roten Eichhörnchen vor den grauen retten

6. November 2005, 21:18
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Aggressive Cousins aus den USA haben Hörnchenpopulation im Königreich dezimiert - Regierung bereitet Hörnchenschutzprogramm vor

London - Großbritannien will seine einheimischen roten Eichhörnchen vor deren aggressiven grauen Cousins retten, die aus Amerika eingewandert sind und sich rasch vermehrt haben. Dazu bereitet die Regierung in London ein Hörnchenschutzprogramm vor. Es solle der Niedergang des rot gefärbten Europäischen Eichhörnchens (Sciurus vulgaris) auf den britischen Inseln gestoppt werden, erklärte am Samstag der Staatssekretär im Landwirtschaftsministerium Jim Knight.

Hörnchenpopulation

Der transatlantische Eindringling, auch als Grauhörnchen (Sciurus carolinensis) bekannt, hat den Angaben zufolge in den letzten Jahrzehnten die heimische Hörnchenpopulation aus weiten Teilen des Vereinigten Königreichs vertrieben. Nun soll versucht werden, die Vermehrung der amerikanischen Hörnchen durch Ausstreuung spezieller Verhütungsdrogen zu verlangsamen.

Rettungsprogramm

Dabei gebe es allerdings noch "ein klein wenig zu tun, damit wir sicherstellen können, dass es wirklich nur bei dieser Spezies wirkt", räumte der Regierungsvertreter ein. "Wir arbeiten hart an einer wissenschaftlichen Lösung." Es sei allerdings trotz des demnächst anlaufenden Rettungsprogramms "unrealistisch", mit einer völligen Ausrottung der amerikanischen Nager zu rechnen. Dafür seien die robusteren Grauhörnchen inzwischen zu weit verbreitet. (APA/dpa)

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