Van der Bellen: Strache ein "politischer Feind"

7. November 2005, 16:59
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Grüner Bundessprecher: Keine visionäre Ziele und Koalitions-Festlegungen - Drängen nicht in die Regierung

Wien - Der Grüne Bundessprecher Alexander Van der Bellen will sich für die Nationalratswahlen in einem Jahr keine "ehrgeizigen und visionären Ziele" setzen. Diese Lehre habe er aus den drei vergangenen Landtagswahlen gezogen, bei denen die Grünen ihre hochgesteckten Ziele nicht erreicht haben. Bei den Nationalratswahlen wollen die Grünen "gestärkt" werden, so Van der Bellen am Samstag als "Journal zu Gast" im Ö1-Mittagsjournal. "Zehn bis 15 Prozent sollten drinnen sein."

Spekulationen über Regierungskoalitionen

Der Grüne Bundessprecher kündigte an, bis zu den Wahlen keine Spekulationen über allfällige Regierungskoalitionen mehr anzustellen. Er verwies auf ÖVP und SPÖ, die ebenfalls jede Festlegung vermeiden. "Auch ich tue das", so Van der Bellen. Die Grünen hätte sich zu lange an dieser Diskussion beteiligt und so den Eindruck erweckt, "wir drängen in die Regierung. Das ist nicht der Fall", so der Grünen-Chef.

Zusammenarbeit mit Strache ausgeschlossen

Ausgeschlossen wurde von Van der Bellen eine Zusammenarbeit mit dem BZÖ und mit der FPÖ. Nach dem Wien-Wahlkampf der FPÖ ist Parteichef Heinz-Christian Strache für Van der Bellen "ein echter politischer Feind". Alle anderen Parteien seien dagegen "politische Mitbewerber". (APA)

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    Van der Bellen spricht sich gegen vorzeitige Koalitionsfestlegungen aus.

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