Afrikanischer Telekombetreiber will an die Londoner Börse

13. November 2005, 13:43
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Börsengang soll Econet Wireless zwischen 400 und 500 Millionen Dollar einbringen

Der afrikanische Telekomprovider Econet Wireless strebt im kommenden Frühjahr eine Notierung an der Londoner Börse an. Der Börsengang soll dem Unternehmen zwischen 400 und 500 Mio. Dollar in die Kassen spülen, berichtet das Branchenportal Cellular News. Naturgemäß optimistisch zeigte sich Econet-Chef Strive Masiyiwa: "Es gibt ein gewaltiges Interesse an unserem Unternehmen."

Börsengang

Zum Börsengang habe man sich entschlossen, weil viele Investoren am Wachstum von Econet teilhaben wollten, so Masiyiwa. Darüber hinaus sei aber auch allgemein das Interesse am afrikanischen Telekommunikationssektor wieder erwacht. Die Vorbereitungen für den Börsengang laufen bereits. Im Optimalfall will Econet bereits im Mai 2006 an die Börse gehen. Dabei ist das Börsenumfeld im Telekombereich nach Analystenmeinung derzeit eher neutral einzuschätzen und schreie nicht gerade nach einem IPO. Die Aktienkurse der großen Telekomkonzerne zeigten eher einen breiten Seitwärtstrend, sagte etwa RZB-Analyst Andreas Schiller im Gespräch mit pressetext. Ein aufstrebendes dynamisches Unternehmen könnte aber durchaus Interesse bei den Investoren hervorrufen, so Schiller.

London

Man habe London einer Notierung in Südafrika vorgezogen, weil dort die Regulierungen für den Devisenverkehr weniger streng seien, sagte Masiyiwa. Das frische Kapital soll zum Schuldenabbau und zur weiteren Expansion verwendet werden. Bisher ist Econet nach eigenen Angaben in Afrika, Großbritannien und Neuseeland aktiv. Der Konzern hat knapp 1,8 Mio. Kunden. Und Econet sieht sich weiterhin im Aufwind. Bis zum Jahresende sollen noch zwei wichtige Übernahmen unter Dach und Fach gebracht werden. Anfang des kommenden Jahres will Econet mit dem Bau eines 3G-Netzwerks in Neuseeland beginnen. (pte)

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