Sören Kierkegaard

4. November 2005, 23:57
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Sören Aabye Kierkegaard wurde am 5. Mai 1813 als siebtes Kind des Wollhändlers Michael Pedersen Kierkegaard und dessen Frau Anne Sörensdatter Lund in Kopenhagen geboren. Er studierte Theologie, Ästhetik und Philosophie in Kopenhagen. Nach dem Tod des Vaters 1838 erbte er ein beträchtliches Vermögen. In seinen meist unter Pseudonym veröffentlichten Schriften zeigte er sich als engagierter Verfechter der Idee des "Christentums" gegen die Realität der "Christenheit". Auch gilt Kierkegaard vielfach als der erste Existenzphilosoph. 1843 erschein Entweder-Oder. Ein Lebensfragment, welches auch das "Tagebuch des Verführers" enthält. 1844 erscheint Philosophische Brocken oder ein Bröckchen Philosophie von Johannes Climacus, hg. von S. Kierkegaard. 1847 beginnt er seine Auseinandersetzung mit der dänischen Staatskirche, insbesondere mit Bischof Mynster. Gesundheitliche und finanzielle Probleme stellen sich ein. Am 11. November 1855 stirbt Kierkegaard 42-jährig in Kopenhagen. Das Tagebuch des Verführers (Aus dem Dänischen von Heinrich Fauteck, € 18,50) ist in einer schönen, mit einem Nachwort von John Updike versehenen Ausgabe bei Artemis und Winkler greifbar. Von Konrad Paul Liessmann erschien vor zwei Jahren im Junius-Verlag Sören Kierkegaard zur Einführung (€ 11,90) und von Joakim Garff im vergangenen Jahr bei Hanser die große, 1000-seitige Biographie Kierkegaard (Aus dem Dänischen von Herbert Zeichner, € 46,30). (steg/ALBUM/DER STANDARD, Printausgabe, 5./6.11.2005)
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