Bush lehnt Kommentar zu CIA-Affäre ab

8. November 2005, 16:40
4 Postings

Untersuchungen gegen Berater Rove sind nicht abgeschlossen

Mar del Plata - US-Präsident George W. Bush hat abgelehnt, sich zu den laufenden Ermittlungen gegen seinen engen Berater Karl Rove in der Affäre um die Enttarnung einer CIA-Agentin zu äußern. Insbesondere auf die Frage, welche Rolle Rove noch im Weißen Haus spiele, lehnte er eine Antwort ab.

"Die Untersuchung zu Karl ist, wie Sie wissen, nicht abgeschlossen", sagte Bush am Freitag im argentinischen Mar del Plata am Rande eines Gipfeltreffens amerikanischer Staaten. "Deshalb werde ich mich zu ihm und/oder den Ermittlungen nicht äußern", sagte er.

Rove unter Beobachtung

Anwälten zufolge bleibt Rove unter Beobachtung der Ermittler und könnte auch noch angeklagt werden. Der mittlerweile zurückgetretene Stabschef von US-Vizepräsident Dick Cheney, Lewis Libby, war vor einer Woche in der Affäre angeklagt worden. Ihm wird unter anderem Falschaussage und Meineid vorgeworfen.

Bush sagte, es handle sich um eine ernste Untersuchung und die Regierung nehme sie auch ernst. Zugleich kündigte er an, mit den Ermittlern in gewünschten Umfang zusammenzuarbeiten.

Die oppositionellen Demokraten hatten bereits den Rücktritt von Rove gefordert. Das US-Präsidialamt hat Forderungen nach einer Neubesetzung einiger Ämter aber zurückgewiesen.

Die Anklage Libbys wurde als schwere politische Niederlage für Bush gewertet. (APA/Reuters)

Share if you care.