Private Schätze im Salzburger Barockmuseum

10. November 2005, 15:15
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Exponate von Sammlern ausgestellt - darunter ein bisher nicht öffentlich zugänglicher Brief von Constanze Mozart und ein gotisches Kopfreliquiar

Salzburg - Das Salzburger Barockmuseum am Mirabellgarten hat seine Türen für private Sammler und Ausstellungsmacher geöffnet. Diese präsentierten Freitag Vormittag eine Reihe bemerkenswerter Exponate, darunter ein bisher nicht öffentlich zugänglicher Brief von Constanze Mozart, Bergkristall-Kreuze und ein gotisches Kopfreliquiar. Der Verein "Freunde der Salzburger Geschichte" hat die Schau "Salzburger Schätze aus Privatbesitz" gestaltet.

Zu sehen gibt es zum Beispiel einen bisher noch nie publizierten Brief von Constanze von Nissen aus dem Jahr 1838, in dem die Mozart-Witwe an die Söhne von Johann Nepomuk Hummel schreibt und über Geld verhandelt. Kunsthistorisch bedeutend scheint ein spätgotisches Büstenreliquiar eines Bischofs aus Holz aus der Zeit um 1480. Dazu kommt der Backgammon-Spieltisch von Erzbischof Wolf Dietrich von Reitenau aus Marmor, zwei eingefasste Bergkristall-Kreuze um 1600 sowie Alltagsgegenstände, Karten, Holz- und Kupferstiche, Ölbilder, Münzen und Bücher vom Mittelalter bis ins frühe 19. Jahrhundert.

Mit seinen mehr als 1.150 Mitgliedern - meist leidenschaftlich interessierte Laien - sorgt der Verein seit 25 Jahren für Informationsveranstaltungen und Publikationen und zum Jubiläum erstmals für eine Ausstellung. "Salzburger Schätze aus Privatbesitz" wird, morgen, Samstag, offiziell eröffnet und bleibt bis zum 27. November im Barockmuseum.(APA)

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