Auszeichnung für EM-Stadion Salzburg

9. November 2005, 12:51
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Bronzemedaille bei Architekturwettbewerb: Hohe Auszeichnung beim Internationalen IOC/IAKS Award 2005 in Köln

Salzburg - Das Salzburger EM-Stadion in Wals-Siezenheim (Flachgau) erhielt im Rahmen eines Architekturwettbewerbes beim internationalen Sportkongress in Köln (D) die Bronzemedaille. Damit zählt das Stadion zu den funktionellsten Stadien, die in den vergangenen Jahren gebaut worden sind. Vergeben hat den Preis das Internationale Olympische Komitee (IOC) und die Internationale Vereinigung Sport- und Freizeiteinrichtungen (IAKS).

"In der Kategorie Sportplätze/Stadien haben sich insgesamt 93 Stadien aus 25 Ländern beworben. Der dritte Platz ist eine beachtliche Auszeichnung", freute sich Wolfgang Becker, Geschäftsführer der Salzburger Planungs- und Errichtungsgesellschaft, der die Medaille vorige Woche persönlich entgegennahm. Das Salzburger Stadion konnte sich gegen so prominente Mitkonkurrenten wie die Stadien in Wolfsburg oder Cardiff durchsetzen. Gold holten sich die portugiesischen EM-Stadien Braga Municipal und das Estadio Municipal de Aveiro. Auf Platz zwei kam das Benfica-Stadion in Lissabon.

Sehr beeindruckt habe die Einbindung des Bauwerkes in die sensible Gegend des EM-Stadions, in dessen Nähe sich das Schloss Kleßheim befindet, argumentierte die Jury. Auch die geringe Höhenentwicklung überzeugte. Der Innenraum strahle Ruhe und Organisation aus. Die Zuschauerplätze, der Gastronomiebereich und die sanitären Anlagen seien als homogenes Erscheinungsbild der Gesamtanlage untergeordnet. Als beispielhaft wurde auch das Konzept über die Ausbauoptionen gewertet. Das Stadion muss für die Fußball-EM 2008 auf 30.000 Zuschauer erweitert werden.

Der IOC/IAKS Award ist der einzige Internationale Architekturpreis für Sport- und Freizeitanlagen. Er will dazu beitragen, jene Bauten und Anlagen ins Bild der Öffentlichkeit zu rücken, bei denen gute Funktionen mit qualitätsvoller architektonischer Gestaltung im Einklang stehen. Für die Wertung zählt auch die Umweltverträglichkeit und eine rücksichtsvolle innerstädtische oder landschaftliche Einbindung.(APA)

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