Republikaner wollen Mauer an mexikanischer Grenze

10. November 2005, 09:52
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3.200 Kilometer lange Sperranlage soll Einwanderer abhalten

Washington- Republikanische Abgeordnete wollen an der Grenze der USA zu Mexiko eine 3.200 Kilometer lange Mauer bauen lassen, um unrechtmäßige Einwanderer abzuhalten. Spätestens seit den Terroranschlägen vom 11. September 2001 sei klar, dass illegale Einwanderung eine landesweite Angelegenheit sei, "die jeden einzelnen Amerikaner betrifft", sagte der Abgeordnete Duncan Hunter aus Kalifornien am Freitag im Fernsehsender CNN.

Es sei wichtig zu wissen, wer über die Grenze komme und wer den Menschen dabei helfe. Deshalb schlage er vor, "einen Grenzsicherheitszaun vom Pazifischen Ozean bis zum Golf von Mexiko zu bauen". Einen entsprechenden Gesetzesentwurf unterstützte neben Hunter auch sein Kollege Virgil Goode aus dem Bundesstaat Virginia.

Besonders schwierig oder teuer dürfe so eine Grenzanlage nicht sein, sagte der kalifornische Abgeordnete im Fernsehen: "Das ist eine einfache Konstruktion." Kritiker eines solchen Sperrzauns sagten der konservativen "Washington Times" dagegen, bei der Hälfte der rund 400.000 Einwanderer, die jedes Jahr in die USA kämen, würde auch eine Mauer nicht helfen - weil sie mit einem rechtmäßigen Visum einreisten und dann einfach in den USA blieben, wenn es abgelaufen sei.

Wie die Zeitung berichtete, wollen republikanische Abgeordnete in den USA auch das so genannte Ius Soli abschaffen - den Rechtsgrundsatz, wonach Kinder automatisch die Staatsbürgerschaft des Landes bekommen, in dem sie geboren werden. Die US-Staatsbürgerschaft solle nicht an Menschen vergeben werden, "die Kinder von Leuten sind, die unrechtmäßig in dieses Land gekommen sind", sagte der Abgeordnete Tom Tancredo aus dem Bundesstaat Colorado. (APA)

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    "Minutemen" suchen in ihrer Freizeit nach illegalen Einwanderern

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