Zwei Männer wegen Terrorplänen in Großbritannien angeklagt

8. November 2005, 17:34
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Planten möglicherweise Anschlag auf Krankenhaus - Attentatsplan nicht in Zusammenhang mit den Anschlägen vom 7. Juli

London - In Großbritannien sind am Freitag zwei Männer angeklagt worden, weil sie einen Bombenanschlag geplant haben sollen. Das Ziel des Autobombenanschlags sollte möglicherweise ein Krankenhaus sein, teilte die Polizei mit.

Die beiden 22-jährigen Briten seien im vergangenen Monat festgenommen worden und würden nach den neuen Anti-Terrorismusgesetzen unter anderem wegen Verschwörung zum Mord vor Gericht gestellt. Die beiden sollten noch am Freitag den Richtern vorgeführt werden. Ein dritter Mann werde im Zusammenhang mit illegalem Geldbesitz und der Geldbeschaffung zur Finanzierung terroristischer Tätigkeiten angeklagt.

Kein Zusammenhang mit 7. Juli

Der Polizei zufolge steht der aufgedeckte Attentatsplan nicht in Zusammenhang mit den Anschlägen, die am 7. Juli auf U-Bahnen und einen Bus in der britischen Hauptstadt verübt worden waren. Dabei wurden mehr als 50 Menschen getötet. Zwei Wochen später scheiterten erneute, ähnliche Anschläge. Der Londoner Polizeichef Ian Blair hatte erst vor zwei Tagen vor neuen Anschlägen in der Stadt gewarnt.

Video zu Bau einer Autobombe

Bei einem der am Freitag angeklagten Männer wurde der Polizei zufolge ein Video gefunden, das zum Bau einer Autobombe anleitet. Auch habe er Dias besessen, mit denen Terrorakte vorbereitet und zu ihnen hätte aufgerufen werden können. Auch bei dem zweiten Angeklagten sei verdächtiges Material gefunden worden.

Da handle es sich etwa um eine Rezeptur zur Herstellung von Raketentreibstoff und ein Stück Papier, auf dem in arabischer Schrift die Worte "Willkommen im Heiligen Krieg" standen. Auf einem anderen Zettel war "Krankenhaus = Anschlag" zu lesen. Einem Polizeisprecher zufolge könnte es sich dabei um einen von Terroristen benutzen Code handeln. Es könnte auch im wörtlichen Sinn gemeint sein. (APA/Reuters)

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