Der Kardinal und das Kreuz mit Halbmond und Davidstern

10. November 2005, 15:15
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Kirchlicher Würdenträger aus München sieht in Leuchtinstallation "Verdunkelung" der christlichen Lehre

München - Der Münchner Kardinal Friedrich Wetter hat sich von einem im Diözesanmuseum Freising ausgestellten "Lichtkreuz" distanziert. Die Form der Darstellung verdunkle die christliche Lehre vom Kreuz, sagte Wetter am Freitag. Die Arbeit von Christoph Blech zeigt einen Kreis, in dem ein Kreuz, ein Halbmond und ein Davidstern abwechselnd aufleuchten. Das Werk ist Teil der Ausstellung "Ein Kreuz für das 21. Jahrhundert", die am Samstag eröffnet wird.

Nach Wetters Auffassung ist Blechs Darstellung des Kreuzes aus kirchlicher Sicht nicht akzeptabel. Das Kunstwerk dokumentiere "ganz eindeutig ein falsches Religionsverständnis und auch eine falsch verstandene Toleranz". Durch die Vermischung und Gleichsetzung der Bedeutung religiöser Symbole werde Toleranz nicht gefördert, sagte Wetter. Nach Angaben des Erzbischöflichen Ordinariats wird die Kritik Wetters in den Katalog der Ausstellung aufgenommen und zudem direkt neben dem Werk ausgelegt.(APA/dpa)

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