Verwilderte Zwerghühner im Südburgenland gerettet

28. November 2005, 17:40
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Tiere der Familie Siller müssen nicht getötet werden - Hühner fallen nicht in die Kategorie Haustiere

Eisenstadt - Die rund 50 verwilderten Zwerghühner der Familie Siller in Neuberg (Bezirk Güssing) sind laut den burgenländischen Grünen gerettet.

Da es den Besitzern nicht gelang, die Tiere einzufangen, hätte ihnen im schlimmsten Fall der Tod gedroht. Nun dürfe das Geflügel weiter im Garten leben, berichtete Klubobfrau Grete Krojer.

Hannes Siller ist erleichtert: Der Amtstierarzt hat entschieden, dass die Tiere nicht getötet werden müssen. Da sie frei und wild leben, fallen sie nicht in die Kategorie Haustiere und müssen damit nicht laut Verordnung in Ställen untergebracht werden.

"Das ist das schönste Geschenk heute, das kann man sich gar nicht vorstellen", sagte Siller. Durch die mediale Berichterstattung habe die Familie breite Unterstützung erfahren, freute sich der Südburgenländer.

Krojer ist der Ansicht, dass das derzeitige Verbot der Freilandhaltung nur den Käfighaltern und konventionellen Massentierhaltern diene: "Getroffen werden von dieser Verordnung nur die Biobetriebe und die Kleinbäuerinnen, die als letzte frei lebende Hühner artgerecht halten." Durch die Stallpflicht werde eine Hysterie geschürt, um Geschäfte zu machen.(APA)

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