Schulbeginn für alle am Montag

7. März 2006, 17:42
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Bei Nachprüfungen dürfte alles beim Alten bleiben - Vorverlegung in letzte Ferienwoche unwahrscheinlich

Wien - Bei den Nachprüfungen dürfte alles beim Alten bleiben, eine Vorverlegung von der ersten Schul- in die letzte Ferienwoche, wie von Bildungsministerin Elisabeth Gehrer (V) ursprünglich in dem von ihr geschnürten "Schulpaket II" geplant, wird es wohl nur in Ausnahmefällen geben. Worüber die AHS-Lehrergewerkschaft bereits am Donnerstag informiert hatte, bestätigte am Freitag das Bildungsministerium in einer Aussendung: Demnach beginnen die Wiederholungsprüfungen nur "dann am Donnerstag der letzten Ferienwoche, wenn auf Grund der Anzahl aus organisatorischen Gründen mehrere Tage notwendig sind".

Autonom festlegen

Der Termin der Nachprüfung soll von dem - aus Lehrer-, Eltern- und Schülervertretern zusammengesetzten - Schulgemeinschaftsausschuss (SGA) für jede Schule autonom festgelegt werden. Weil für eine solche schulautonome Schulzeitregelung in jeder der drei Gruppen eine Zweidrittel-Mehrheit notwendig ist, scheint eine Vorverlegung in die letzte Ferienwoche unwahrscheinlich. So hat sich die Lehrergewerkschaft gegen einen früheren Nachzipf-Termin ausgesprochen, es sei "keineswegs notwendig, den Schülerinnen und Schülern mit Wiederholungsprüfungen die Ferien zu kürzen", hatte die Vorsitzende der AHS-Lehrergewerkschaft, Eva Scholik, erklärt.

"Ausdrücklicher Wunsch"

Im Bildungsministerium erklärt man die neue "flexible Regelung" mit dem "ausdrücklichen Wunsch der Eltern und Schüler". Es würden verpflichtende Berufspraktika oft in der letzten Ferienwoche stattfinden, und bei einer geringen Zahl an Wiederholungsprüfungen seien die beiden Tage am Beginn der ersten Schulwoche ausreichend. Als Argument für eine Vorverlegung in die letzte Ferienwoche werden Schüler mit zwei Nachprüfungen genannt: Für diese könne es von Vorteil sein, wenn zwischen den beiden Prüfungen noch ein Lernwochenende liege. Eltern-Vertreter Kurt Nekula kann "damit leben". Wenn Nachprüfungen aber tatsächlich erst am Montag oder Dienstag der ersten Schulwoche stattfinden, sei es ein "absolutes Muss", dass diese außerhalb der Unterrichtszeit über die Bühne gehen, so Nekula gegenüber der APA.

Für die Schüler wird die Schule dennoch wie geplant zwei Tage früher beginnen: Am Montag und Dienstag der ersten Schulwoche wird künftig eine Einführungsphase stattfinden. Der stundenplanmäßige Unterricht soll aber bereits ab Mittwoch der ersten Schulwoche beginnen, die bisherige dreiwöchige Frist zur Erstellung des Stundenplans wird es ab kommenden Schuljahr nicht mehr geben. (APA)

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