Steirer bei Jungweinen tonangebend

9. November 2005, 13:44
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"Junker" hält Marktanteil von 60 Prozent - Umsatz von sechs Millionen Euro erwartet - Präsentation am 9. November

Graz - Das Segment "Jungwein" wird inzwischen mit Qualitätsprodukten aus allen österreichischen Weinregionen bedient: Mit rund 1,3 (2004: 1,4) Mio. Flaschen hält aber der steirische "Junker" immer noch 60 Prozent Marktanteil. Rund 300 Junker-Betriebe erwarten einen Umsatz von - gleich gebliebenen - rund 6 Mio. Euro. Der Ab-Hof-Flaschenpreis blieb mit rund 5 Euro stabil. Präsentiert wird der heimische Primeur heuer am 9. November an sechs Schauplätzen in Österreich und vom 18. bis 20. November in München.

Ernterückgang um 16 Prozent

Der Junker, seit 1995 unter der Dachmarke "Junker" verkauft, macht fünf bis sechs Prozent der gesamten steirischen Weinernte aus, die laut Werner Luttenberger, Weinbaudirektor der steirischen Landwirtschaftskammer, heuer mit 143.000 hl (167.000 hl) um rund 16 Prozent geringer ausfallen dürfte als im Vorjahr. Vertrieben wird der Junker hauptsächlich über den Fachhandel in die Gastronomie.

Die Konkurrenz anderer "Junger" aus verschiedenen Weinanbaugebieten fürchtet Luttenberger nicht, auch wenn man etwas später - traditionell am Mittwoch vor Martini - in den Verkauf kommt: Der Wein brauche vier Wochen vom Stock in die Flasche, "wenn er noch knapper herausgequält wird, hat er nicht die Substanz, dass er bis ins Frühjahr hinein gut hält". Ein Tipp des Fachmannes: Aller Verkostungsvorfreude zum Trotz, sollte der Wein 14 Tage in der Flasche Zeit haben, ehe er getrunken wird. "Wein braucht Zeit - das ist ein Naturgesetz", so Luttenberger.

Rivaner als Basiswein

Als Basiswein für den Junker gilt nach wie vor der Rivaner (Müller-Thurgau). Besondere Noten werden dann im Verschnitt mit kleineren Mengen anderer Sorten erreicht. Erste Proben des "2005er" versprechen "viel typisch steirische Frucht, ähnlich wie 2004", viele Weine seien aber gehaltvoller in physiologischer Reife ausgefallen, so der steirische Weinbaudirektor. Die erlaubten zwölf Volumsprozent werden beim Junker knapp erreicht. Generell werden nur maximal vier Gramm Restzucker toleriert, bei der Einreichung zur Prüfnummer fallen 15 bis 20 Prozent - Tendenz sinkend - durch, weil sie nicht der gewünschten Typik entsprechen. (APA)

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