Winterspiele in Turin: Umweltschützer drohen mit Blockade

10. November 2005, 11:18
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Protest gegen Bau einer Hochgeschwindigkeits-Bahnstrecke im Susa-Tal

Turin - Die Bewohner des norditalienischen Susa-Tals an der Grenze zu Frankreich, drohen mit einer Olympia-Blockade. Sie wollen damit gegen den geplanten Bau einer hochmodernen Hochgeschwindigkeitsbahn zwischen Turin und Lyon protestieren, die durch das Tal laufen soll. In dder Gegend finden vor allem in Bardonecchia und Pragelato etliche Entscheidungen der Winterspiele 2006 statt.

Die Bahnverbindung, die Teil eines Europaprogramms einer Bahnlinie von Barcelona nach Laibach ist, wird von den Umweltaktivisten für den Alpenraum schwer belastend bezeichnet.

Der Beginn der Bohrarbeiten, der ursprünglich Anfang dieser Woche geplant war, musste wegen scharfer Proteste bereits verschoben werden. "Wegen der Bahnlinie müssen ganze Wälder zerstört werden. Dieses Tal wird deshalb in den nächsten 15 Jahren zu einer riesigen Baustelle mutieren. Das Leben hier wird zur Hölle", erklärte ein Sprecher der Demonstranten.

Die Demonstranten blockieren seit Montag die Baustellen und verhindern den Beginn der Bohrarbeiten. Vergebens versuchte die Polizei das Gelände zu räumen. Dabei kam es wiederholt zu Krawallen, einige Aktivisten wurden in deren Zuge sogar verletzt. ehrere Studenten der Gegend, die als Freiwillige während der Winterspielen eingesetzt werden sollten, verzichteten aus Protest gegen die Bahnlinie auf ihren Einsatz als Olympia-"Volunteers". (APA)

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    Protestplakate im Susa-Tal

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