Neues Futter für die Mär vom "Ötzi-Fluch"

4. November 2005, 16:10
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Australien: Archäologe Tom Loy starb 63-jährig

Sydney - Der Fluch von Gletschermann "Ötzi" soll erneut zugeschlagen haben. Wie die Tageszeitung "The Australian" am Freitag in Sydney berichtete, wurde der 63-jährige Archäologe Tom Loy, der an einem Buch über "Ötzi" schrieb, vor zwei Wochen in seiner Wohnung in Brisbane tot aufgefunden.

Loy litt bereits seit rund zwölf Jahren an einer Blutkrankheit, die Krankheit war kurz nach Beginn seiner Forschungen zu "Ötzi" diagnostiziert worden. Insgesamt starben seit dem Fund von "Ötzi" vor fast 15 Jahren sechs Menschen, die sich mit dem Gletschermann beschäftigt hatten. "Ötzi" war 1991 auf der Südtiroler Seite des Similaungletschers in mehr als 3.000 Metern Höhe entdeckt worden. Das Abtauen des Gletschers hatte die rund 5.300 Jahre alte Mumie freigelegt. In seiner Schulter steckte eine Pfeilspitze.

Todesursache

Der US-Wissenschafter Loy habe mehrere Tage tot in der Wohnung gelegen, bevor seine Leiche entdeckt wurde, hieß es in dem Zeitungsbericht. Sein Bruder Gareth sagte, die Todesursache habe durch die Autopsie nicht eindeutig geklärt werden können.

Erst vor einem Jahr starb - ausgerechnet beim Wandern in den österreichischen Alpen - der 67-jährige Deutsche Helmut Simon, der den Gletschermann entdeckt hatte. Der 55-jährige Archäologe Konrad Spindler, der "Ötzi" als erster untersucht hatte, starb im April an den Folgen einer Erkrankung an Multipler Sklerose. Der 64-jährige Wissenschafter Rainer Henn kam bei einem Autounfall ums Leben, als er zu einem Vortrag über "Ötzi" unterwegs war. Auch ein Bergsteiger und ein Journalist, die mit dem Gletschermann zu tun hatten, kamen ums Leben. (APA)

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