Krebssymposium - 7. bis 9. November

9. November 2005, 13:21
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Wien - Führende Experten auf dem Gebiet der Krebsbehandlung treffen in Wien zusammen: Vom 7. bis 9. November tauschen sich die Mediziner auf dem Symposium "Onkologie in Klinik und Praxis" über die wesentlichsten Fortschritte, neue Medikamente und Therapien auf dem Gebiet aus. Die Veranstaltung findet im Wilhelminenspital statt.

"Bei dieser Tagung wird erstmals auch auf ein bisher weniger beachtetes Indiz für Krebs eingegangen: Thrombosen, die im Allgemeinen eher im Zusammenhang mit Herzinfarkt und Schlaganfall gesehen werden, können markante Hinweise auf einen bis dahin nicht erkannten Krebs sein", sagte Univ.-Prof. Dr. Heinz Ludwig vom Zentrum für Onkologie und Hämatologie am Wilhelminenspital im Vorfeld. "Es ist eine Tatsache, dass Patienten mit einer venösen Thromboembolie, die stationär behandelt werden müssen, ein vierfach höheres Risiko haben, im folgenden Jahr an Krebs zu erkranken", meint Ludwig. Eine plötzlich auftretende Thrombose könne also ein Warnsignal sein, dass irgendein Organ im Körper von Krebs bedroht oder bereits befallen sei. Die dadurch am häufigsten entdeckten Krebsarten seien Lungenkarzinome, gefolgt von Pankreas, Nieren-, Kolorektal- und Prostatakarzinomen.

Thrombosen seien nicht nur mögliche Indikatoren für Krebs, sie steigern auch die Gefährlichkeit dieser Krankheit enorm. Im klinischen Alltag zeigt sich, dass etwa 15 Prozent aller Krebspatienten mit thrombo-embolischen Komplikationen rechnen müssen. Bei diesen Krebspatienten bilden sich häufiger Fernmetastasen, sie haben eine deutlich schlechtere Prognose, ihr Mortalitätsrisiko ist zweieinhalb Mal so hoch wie bei Patienten ohne Thrombose. Weitere Schwerpunkte des Symposiums, das bereits zum elften Mal stattfindet, sind die Erkenntnisse in der Tumorgenese, Innovationen in der Diagnostik sowie das Umgehen mit Komplikationen und Schmerzen. (APA)

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